Nun müsse geprüft werden, wo sich der Passagier zwischenzeitlich aufgehalten habe, sagte der Sprecher. Aufgrund der Dauer des Polizeieinsatzes sind mehr als 50 Starts und Landungen abgesagt worden. Von den annullierten Flügen dürften rund 7500 Fluggäste betroffen sein.Fluggast Einreisekontrolle umgangenDer Fluggast war ersten Erkenntnissen zufolge aus einem sogenannten nicht sicheren Drittstaat am Terminal 2 von Deutschlands zweitgrößtem Airport angekommen, wie der Sprecher sagte. Vor der Einreisekontrolle sei er über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen, erklärte der Flughafensprecher. Daraufhin leitete die Bundespolizei nach eigenen Angaben „gefahrenabwehrende Maßnahmen“ gemäß EU-Gesetzesvorgaben ein.Alle Menschen aus den betroffenen Terminalteilen müssten noch einmal kontrolliert werden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Das Terminal 1 wurde ebenfalls teilweise geräumt, weil man dorthin mit einem Bus gelangen kann. Der Flughafen verteilte Wasser in den betroffenen Gebäudeteilen und informierte die Passagiere über Lautsprecheransagen und via Twitter über die Situation. Ähnliche Vorfälle an Flughäfen gibt es immer mal wieder.Erneutes Flughafenchaos in MünchenDas aktuelle Geschehen erinnert an das Münchner Flughafenchaos zu Beginn der Sommerferien 2018: Damals hatte die Bundespolizei das Terminal 2 und das dazugehörige Satelliten-Terminal geräumt, weil eine Frau unkontrolliert durch eine Sicherheitsschleuse gelangt war. 330 Flüge wurden abgesagt, mehr als 31 000 Passagiere waren das ganze Wochenende über betroffen. Der Schaden ging in die Millionen.dpa