Samstag, 02. Februar 2019

Chaos auf der A22: „Sie fragen, ob sie im Auto sterben müssen“

Nicht nur Lkw mussten im Schneechaos von Freitag auf Samstag stundenlang auf der A22 ausharren, auch Privatpersonen mussten sich in Geduld üben. So musste eine Mutter mit ihren beiden Kindern 12 Stunden im Auto verbringen.

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Foto: © shutterstock

„12 Stunden lang schon stecken meine Frau und meine beiden Töchter auf der Brennerautobahn fest, 20 Kilometer vor dem Brenner“, klagte ein Mann der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Samstagvormittag.

Der Krankenpfleger lebt im deutschen Garmisch, wo heute die Abfahrt abgesagt wurde (STOL hat berichtet). Er wartete am Freitagabend auf seine Familie, die bereits gegen 15 Uhr aus Pesaro in den Marken gestartet war.

Normalerweise, so erklärt der Mann, brauche seine Frau für die Fahrt 6 Stunden. Seit kurz vor 21 Uhr jedoch gab es für die Familie kein Weiterkommen auf der A22.

Stundenlang sahen die Frau und ihre 12 und 15 Jahre alten Kinder keinen Menschen auf der A22. „Meine Kinder haben mich gefragt, ob sie im Auto sterben müssen“, klagte der Mann der Ansa.

Mittlerweile ist die A22 in beide Richtungen von Sterzing bis Brenner gesperrt (STOL hat berichtet), die Einsatzkräfte sind seit Stunden dabei, die Fahrbahn so gut als möglich zu räumen und auch die „gestrandeten“ Lkw zu bergen, die ohne Schneeketten hängengeblieben waren.

Ob die Familie mittlerweile weiterfahren konnte, ist nicht bekannt.

stol

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