Mittwoch, 24. Februar 2021

Chaos bei den Testungen in Mals – Heute längere Öffnungszeiten

Chaotisch verlief der erste Tag der Testungen im Malser Kulturhaus, nachdem die Gemeinde Mals am Wochenende zum Sperrgebiet erklärt worden war. Obwohl die Testlinien aufgestockt wurden, warteten die Testwilligen weit mehr als eine Stunde, bis sie an die Reihe kamen. Für den heutigen Mittwoch wurden die Öffnungszeiten der Teststation deutlich ausgedehnt.

Weit über 100 Personen warteten vor dem Malser Kulturhaus für einen Test, damit sie in den nächsten Tagen die Gemeinde Mals verlassen  bzw. in das Malser Gemeindegebiet kommen dürfen.
Badge Local
Weit über 100 Personen warteten vor dem Malser Kulturhaus für einen Test, damit sie in den nächsten Tagen die Gemeinde Mals verlassen bzw. in das Malser Gemeindegebiet kommen dürfen. - Foto: © no
Die erste Möglichkeit zum kostenlosen Testen wurde gestern von 12 bis 19 Uhr geboten. Doch schon bald nach dem Beginn der Testungen zeigte sich, dass die Organisatoren – der Sanitätsbetrieb und die Gemeinde Mals – keine glückliche Hand gehabt hatten.

Zum einen erwies sich das Malser Kulturhaus als ungünstig für die Ansturm an Testwilligen. Alle mussten mitten in den Malser Ortskern kommen, was zu einem Verkehrschaos führte. Selbst der große Parkplatz auf dem Peter-Glückh-Platz konnte die vielen Fahrzeuge nicht aufnehmen.

Zum anderen zeigte sich auch, dass man dem Ansturm der vielen Testwilligen trotz aller Bemühungen nicht gewachsen war. Die ursprünglich vorgesehenen 3 Testlinien mussten um 2 weitere aufgestockt werden. Doch auch das wirkte sich auf die Wartezeit der Männer, Frauen und Kinder kaum aus. Von der Mittagszeit bis zum Abend standen weit mehr als 100 Personen an, um einen kostenlosen Test vornehmen zu können.

Der Sanitätsbetrieb hatte den Massentest vom November als Maßstab genommen. Das erwies sich als falsch. „Wir testen hier nicht nur Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Mals, sondern den halben Obervinschgau“, sagte Bürgermeister Josef Thurner. Zudem sei nicht berücksichtigt worden, dass im November die Teilnahme am Massentest freiwillig gewesen sei, nun aber jeder über ein Testergebnis verfügen müsse, der die Gemeinde Mals verlassen bzw. in die Gemeinde Mals kommen will.

Der Frust unter den Wartenden war groß, denn viele von ihnen kamen nicht pünktlich zur Arbeit bzw. mussten die Arbeit früher beenden, um den Test zu machen. Viele ärgerte aber auch, dass sie nun im Abstand von 3 Tagen – also bis zum 7. März bis zu 3 Mal – diese Prozedur über sich ergehen lassen müssen. Alle, die heute getestet wurden, werden am Freitag oder spätestens am Sonntag wieder vor dem Kulturhaus stehen.

Der Sanitätsbetrieb hat inzwischen reagiert: Für den heutigen Mittwoch wurden die Öffnungszeiten der Teststation deutlich ausgedehnt, und zwar werden Tests von 8 bis 18 Uhr durchgeführt. „Danach wird der Stundenplan Tag für Tag neu festgelegt festgelegt“, teilte Bürgermeister Thurner mit. Der Sanitätsbetrieb müsse nämlich auch für das Personal und das Material sorgen.

Wie berichtet, wurden 9 Südtiroler Gemeinden vorläufig bis zum 7. März zum Sperrgebiet erklärt. Dadurch soll die Verbreitung der südafrikanischen Coronavirus-Mutation, die in diesen Gemeinden festgestellt worden war, eingeschränkt werden.

d/no