Verkehrsminister Maurizio Lupi ordnete daher die zwangsmäßige Arbeitseinberufung der Eisenbahner an.Damit droht dem ohne Erlaubnis streikendem Bahnpersonal eine Anzeige wegen Dienstverweigerung. Die Regierung wolle die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um den Passagieren nicht zu schaden, betonte der Minister.Die Gewerkschaften protestierten und sprachen von einer unannehmbaren Einschränkung des Streikrechts.Die Arbeitsniederlegungen sollen alle öffentlichen und privaten Bereiche betreffen. Es handelt sich um den ersten Generalstreik gegen die seit Februar amtierende Regierung von Matteo Renzi.Der Streik wird von Demonstrationen in allen Großstädten begleitet werden, teilten die Gewerkschaften mit. Die Chefin des stärksten Gewerkschaftsverbands CGIL, Susanna Camusso, wird sich an die Spitze einer großen Demonstration in Rom stellen.Der Protest richtet sich gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung, die eine deutliche Lockerung des Kündigungsschutzes vorsieht. Vor allem geht es bei der Reform um den Anspruch auf Wiedereinstellung bei ungerechtfertigten Entlassungen, die künftig auf eng umrissene Ausnahmefälle beschränkt bleiben wird.Protestiert wird auch gegen die Ausgabenkürzungen, die das Kabinett im Rahmen des Haushaltsgesetzes 2015 plant. Die Gewerkschaften fordern zudem eine Erhöhung der seit Jahren eingefroren Gehälter im öffentlichen Dienst sowie genügend Mittel für eine grundlegende Reform der öffentlichen Verwaltung. „So geht es nicht“, lautet der Slogan des CGIL-Verbands.apa