Freitag, 25. Januar 2019

Chaoten am Brenner: 4 Personen verurteilt

Unter strengen Sicherheitsvorkehrung fand am Freitag am Bozner Landesgericht das Hauptverfahren gegen 65 mutmaßliche Anarchisten statt. Ihnen wird vorgeworfen, an den Krawallen am Brenner im Mai 2016 beteiligt gewesen sein. 4 Personen wurden verurteilt.

Erneut fand der Prozess gegen die mutmaßlichen Anarchisten am Brenner unter schweren Sicherheitsvorkehrungen statt. - Foto: DLife
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Erneut fand der Prozess gegen die mutmaßlichen Anarchisten am Brenner unter schweren Sicherheitsvorkehrungen statt. - Foto: DLife

58 Personen mussten sich vor Richter Michele Paparella verantworten, über 7 weitere, die ein deutschsprachiges Verfahren beantragt haben, urteilte Richter Ivan Perathoner. 

Unter den 58 Angeklagten unter Richter Papardella befinden sich auch Personen aus Südtirol und dem Trentino. Diese Verhandlung wurde auf Mai vertagt.

Im Gerichtssaal von Richter Perathoner hingegen kam es zu einer Entscheidung in erster Instanz: 3 der 7 Angeklagten aus Österreich und Deutschland wurden freigesprochen, 4 hingegen, 3 Frauen und 1 Mann, wurden verurteilt.

2 Personen wurden zu 9 Monaten Haft auf Bewährung wegen des Verstoßes gegen das Vermummungsverbot und wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt, die beiden anderen zu 6 Monaten Haft auf Bewährung wegen des Verstoß gegen das Vermummungsverbots verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Wie berichtet, hatten sich am 7. Mai 2016 Anarchisten am Brenner eingefunden, um gegen eine Grenzschließung mobil zu machen. Die Bilanz des „Sturms“, bei dem rund 500 teils gewaltbereite Demonstranten den Brenner in ein wahres Schlachtfeld verwandelt hatten, waren etliche verletzte Polizisten und Carabinieri, mehrere Festnahmen und Sachschäden, die in die Hunderttausende Euro gingen. 

stol/D

stol