Vor 2 Monaten begannen die Ermittlungen der Sondereinheit der Carabinieri aus Trient auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bozen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1042071_image" /></div> <BR /><BR />Bei den Behörden waren aus einem Schülerheim mehrere Meldungen eingegangen, dass Nahrungsmittel sowie Küchenutensilien verschwunden waren.<h3> Fast täglich Essen in Pkw geladen </h3>Ins Visier der Ermittler geriet sehr bald der Chefkoch der Kantine des Schülerheims. Die Beamten beschatteten den 56-Jährigen wochenlang und beobachteten ihn, wie er fast täglich große Mengen an Nahrungsmittel und Gegenständen in seinen Pkw lud. <BR /><BR />Damit fuhr er dann immer wieder in den gleichen Ort: Zur Vinothek, deren Betreiberin seine Ehefrau ist. <h3> Versteckte Kameras in Kantine </h3>Um handfeste Beweise dafür zu finden, dass der Chefkoch die Nahrungsmittel tatsächlich aus der Kantine gestohlen hatte, installierten die Ermittler mehrere versteckte Kameras in der Küche der Heimkantine. <BR /><BR />Die Aufnahmen sollen zeigen, wie der Verdächtige Gerichte zubereitete und in den Kühlschrank stellte – um sie wenig später in große Taschen zu packen, die er in die Vinothek brachte. <h3> (Gestohlenes) Essen ohne Genehmigung serviert </h3>In der Folge durchsuchten die Carabinieri auch die Vinothek der Ehefrau – dort stellten sie nicht nur fest, dass Küchenutensilien und Essen aus der Kantine des Schülerheims in der Vinothek gelandet waren. Das Lokal selbst verfügte über keine Genehmigung, um Mahlzeiten zu servieren. <BR /><BR />Dementsprechend besteht der Verdacht, dass auch die Hygienerichtlinien bei der Zubereitung der Gerichte in der „Küche“ des Lokals nicht eingehalten wurden.<BR /><BR /><BR />Der Chefkoch wurde u. a. wegen Amtsunterschlagung angezeigt, die Beamten beschlagnahmten das „Diebesgut“, das sie in der Vinothek auffanden.