Beim Eintreffen der Wehrmänner gestaltete sich dasselbe Bild wie so oft in der Vergangenheit. Aus einem Kesselwagen auf dem Bahnhof tropfte eine unbekannte Flüssigkeit. Erste Messungen ergaben, dass es sich um eine Chemikalie handelt, die sehr leicht entzündbar ist, etwa vergleichbar mit Benzin und zudem hoch giftig ist. Unter Vollkörperschutz suchten die Feuerwehrmänner zunächst nach dem Leck. Dabei stellten sie fest, dass der Verschluss des Füllstutzens undicht war. Dieser wurde sofort abgedichtet.Vor dem Abrücken mussten die Feuerwehrleute die Schutzanzüge sowie das verwendete Werkzeug dekontaminieren. Dies dient zum Schutz der Einsatzkräfte. Giftstoffe können dadurch nicht ins Gerätehaus oder in die Privathäuser der Feuerwehrmänner verschleppt werden.Im Einsatz, der rund drei Stunden dauerte, standen auch die Rettungskräfte des Weißen Kreuz und die Carabinieri. Verletzt wurde niemand. Für die Dauer des Einsatzes wurde der Personenzug-Verkehr nicht beeinträchtigt, da sich der Zug auf einem Gleis befand, das eigens für Güterzüge reserviert war.