Der stellvertretende Staatsanwalt Eugenio Fusco hat eine Strafe von einem Jahr und acht Monaten für Chiara Ferragni beantragt. Auch für Ferragnis früheren Geschäftsführer Fabio Maria Damato beantragte die Staatsanwaltschaft eine Strafe von einem Jahr und acht Monaten. <BR /><BR />Der Richter ließ zudem die Verbrauchervereinigung „Casa dei consumatori“ als Nebenklägerin zu - die einzige, die nicht einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen hat. <BR /><BR />Andere Parteien hatten bereits Vergleiche akzeptiert. Insgesamt hat Ferragni 3,4 Millionen Euro Schadenersatz gezahlt, noch bevor das Verfahren in die entscheidende Phase ging.<h3> „Alles, was wir unternommen haben, haben wir in gutem Glauben getan“</h3>Die nächste Anhörung findet am 5. Dezember statt. Dann kommen die Verteidiger von Ferragni und Damato zu Worte - sie wollen einen Freispruch erreichen. Die Angeklagten haben über ihre Anwälte das abgekürzte Verfahren („rito abbreviato“) beantragt, das im Falle einer Verurteilung eine Strafminderung um ein Drittel vorsieht. Strafmildernd wirken zudem die bereits geleisteten Zahlungen. <BR /><BR />Ferragni, die persönlich vor Gericht erschien, erklärte in einer spontanen Stellungnahme: „Alles, was wir unternommen haben, haben wir in gutem Glauben getan“.<BR /><BR /> Seit dem Betrugsskandal, der im Dezember 2023 aufgeflogen war, geht es für Ferragni, die in den vergangenen Jahren bei Instagram fast 30 Millionen Followerinnen und Follower hatte, beruflich und privat bergab. Viele Unternehmen lösten ihre Verträge mit der Modeinfluencerin auf. <BR /><BR />Im vergangenen Jahr ließ sich die Mutter von zwei kleinen Kindern von ihrem Mann, dem bekannten Rapper Fedez, scheiden. Die beiden hatten 2018 auf Sizilien geheiratet.