Samstag, 25. April 2015

Chilenen fliehen vor Calbuco

In der Umgebung des Vulkans Calbuco in Südchile sind weitere 2.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Am Hang des ausgebrochenen Vulkans ergießen sich bedrohliche Schlamm- und Schuttströme, teilte der Katastrophendienst am Freitagabend mit. Bereits über 6.500 Menschen haben ihre Wohnungen verlassen müssen.

Der Calbuco ist weiterhin aktiv.
Der Calbuco ist weiterhin aktiv. - Foto: © APA/EPA

Die Aktivitäten des Vulkans hatten sich nach den beiden starken Ausbrüchen vom Mittwoch und Donnerstag abgeschwächt. Der Aschestrahl ist nach Angaben des Katastrophendienstes von 15 auf zwei Kilometer Höhe gesunken.

Ein neuer Ausbruch könne jedoch noch nicht ausgeschlossen werden, teilte der Geologische Dienst Sernageomin mit. Die Lage sei instabil. Es könnte zu Lava-Ausstößen kommen. Die Aschewolke hatte am Freitag auch Santiago de Chile, Buenos Aires in Argentinien und Montevideo in Uruguay erreicht.

In der Umgebung des Vulkans bedeckte eine bis zu 50 Zentimeter dicke Ascheschicht Straßen und Häuser. In Argentinien fiel der Ascheregen in drei patagonischen Provinzen, in denen Flughäfen geschlossen wurden. Mehrere internationale Flüge in die Hauptstädte von Chile, Argentinien und Uruguay wurden auf andere Ziele verlegt.

apa/dpa

stol