Montag, 29. Juni 2015

Chinas Große Mauer bekommt zunehmend Lücken

Die chinesische Mauer bekommt mehr und mehr Lücken: Allein der Abschnitt, der aus der Ming-Dynastie (1368-1644) stammt, habe bis heute über 30 Prozent seiner Länge verloren, berichteten chinesische Medien am Montag. Chinas große Mauer erstreckt sich über mehr als 21.000 Kilometer.

Foto: © LaPresse

Der Bau an der Grenzbefestigung begann bereits im dritten Jahrhundert, der wichtigste Teil aber – knapp 9.000 Kilometer – entstand während der Ming-Dynastie. Davon seien über die Jahrhunderte 1.962 Kilometer komplett verschwunden, weitere 1.200 Kilometer seien in schlechtem Zustand, hieß es in der „Beijing Times“ unter Berufung auf die staatliche Verwaltung der chinesischen Kulturgüter.

Einige Teile sind demnach komplett verwittert, andere durch Plündereien armer Anrainer zerstört worden, die mit den Steinen Häuser bauten oder sie als Souvenirs verkauften. Für erheblichen Schaden sorgten aber auch die vielen Besucher des Weltkulturerbes, berichtete das Blatt.

Die „Global Times“ erinnerte daran, dass auf den Diebstahl von Mauer-Steinen eine Geldstrafe von umgerechnet über 70 Euro steht. Doch gebe es keine Behörde, die derartige Vergehen ahndet, klagte der Denkmalschützer Jia Hailin gegenüber der Zeitung.

apa/afp

stol