„Die Krankenhäuser sind gezwungen, einen großen Teil der Betten <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/in-italien-steigt-zahl-der-covid-patienten-in-den-spitaelern" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">für Covid-Patienten zu reservieren</a>, und die Intensivstationen sind größtenteils mit Patienten belegt, die nicht geimpft sind“, warnt die Gesellschaft für Chirurgie: „Wir beobachten eine Verschlimmerung von Tumorerkrankungen, die oft erst spät im Krankenhaus ankommen und dann inoperabel sind.“<BR /><BR />Die Zahl der chirurgischen Betten in Italien sei halbiert worden, die Zahl der Krankenhauseinweisungen gestoppt, die Intensivstationen mussten für Covid-Patienten umgerüstet werden, und die Krankenschwestern und Anästhesisten in den Operationssälen auf die Covid-Stationen verlegt, so SIC.<BR /><BR /><b>Selbst Tumorpatienten in Italien müssen warten</b><BR /><BR />Auf diese Weise sei die chirurgische Tätigkeit in Italien um durchschnittlich 50 Prozent reduziert worden, mit Spitzenwerten von 80 Prozent, wobei Operationen nur noch für onkologische und Notfallpatienten vorbehalten seien. „Aber oft ist es nicht einmal möglich, Krebspatienten zu operieren, weil es für die postoperative Phase keine Intensivstation gibt“, erklärt der Präsident der Italienischen Gesellschaft für Chirurgie, Francesco Basile. Im Jahr 2021 habe man trotz des Engagements der Gesundheitsbehörden und der Chirurgen die im Jahr 2020 angehäuften Wartelisten für chirurgische Fälle nicht abbauen können, „und das, obwohl in vielen Regionen projektbezogen zusätzliche Operationstermine organisiert wurden. Jetzt werden die Wartelisten wieder länger und länger“. <BR /><BR />Die Situation sei dieselbe wie im Jahr 2020, „was zu 400.000 verschobenen Operationen, einem erheblichen Anstieg der Zahl der Patienten auf der Warteliste und, was noch schlimmer ist, zu einer Verschlimmerung der Tumorerkrankungen geführt hat, die oft erst in den folgenden Monaten ins Krankenhaus kamen und dann inoperabel waren“, sagt Basile.<BR /><BR /><b>Situation auch in Südtirol ernst, aber: „Versorgung gesichert“</b><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/sorgen-und-schmerzen-was-verschobene-operationen-bedeuten" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Auch in Südtirol mussten letzthin planbare Eingriffe verschoben werden</a> – allerdings nicht in der Größenordnung wie im restlichen Staatsgebiet. „Die Situation ist ernst, aber diesen Alarmruf können wir nicht in diesem Umfang bestätigen“, sagt der Pressesprecher des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Lukas Raffl. Dringende und kritische Eingriffe – gerade auch onkologische – würden durchgeführt, die Versorgung sei gesichert. Was hingegen nicht dringend sei, werde verschoben. „Es ist eine große Herausforderung für die Ärzte, das einzuschätzen.“<BR /><BR /><BR />