Am Montag hat Lunger, die bei der Bergung des tödlich verunglückten Extrembergsteigers Walter Nones geholfen hatte, auf ihrem Blog bekannt gegeben, dass sie die Expedition abbrechen will. Die letzten Ereignisse hätten ihr die Freude für den Berg geraubt. „Ich fühle mich so leer und kann es kaum erwarten, meine Seele wieder mit kräftigen Farben aufzutanken, die mich hoffentlich in Südtirol erwarten werden“, schreibt die Karneiderin. Allerdings hat sie bereits neue Pläne im Kopf – gemeinsam mit den Boznern Florian und Martin Riegler will sie ihre nächste Expedition starten. Sie habe von Florian Riegler eine SMS erhalten, in der er sie auf das Abenteuer einstimme, so die Extremsportlerin. „Ich freue mich jetzt so auf zu Hause und werde mich richtig ins Training hängen, denn es ist ja nicht unbedingt ein Honigschlecken mit den Riegler Buabm etwas zu unternehmen. Ich glaube, es ist einfach auch wichtig, mit den richtigen Leuten unterwegs zu sein, denn alleine ist es doch immer etwas schwer, sich immer aufs Neue zu motivieren und auch manche Schwächen zu überwinden“, so Tamara Lunger.Den tragischen Ereignissen der letzten Wochen kann die Karneiderin auch etwas Gutes abgewinnen: „… Ich bin der Meinung, dass mir diese Erfahrung auch etwas gebracht hat, denn man muss sich gerade in diesem Sport auch mit schlimmen Sachen auseinandersetzen und für sich einen Weg finden, um das Ganze zu verarbeiten.“ joi