Sonntag, 21. April 2019

Christen feiern Ostern im Heiligen Land

Christen im Heiligen Land haben den Ostersonntag gefeiert. Der lateinische Patriarch Pierbattista Pizzaballa zelebrierte morgens in der Grabeskirche in Jerusalem die Messe zur Auferstehung von Jesus Christus.

Christen im Heiligen Land haben den Ostersonntag gefeiert.
Christen im Heiligen Land haben den Ostersonntag gefeiert. - Foto: © APA

In seiner Osterbotschaft beschwor der höchste katholische Würdenträger im Heiligen Land die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

„In der tragischen Situation, in der wir leben, ist es diese Hoffnung, die den Glauben rettet, der jeden Tag im Widerspruch steht zu so viel Gewalt“, hieß es in der Osterbotschaft. Häufig habe man den Eindruck, „dass das Böse siegt“.

Die Hoffnung bringe die Menschen jedoch dazu, anderen zu helfen, „auch wenn wir klar sehen, dass es nur ein Tropfen im Ozean ist“. Pizzaballa sagte: „Es ist die Hoffnung auf eine andere Welt, gemäß dem Herzen Gottes, die uns dabei hilft, einer ungewissen Zukunft entgegenzugehen.“

Die Grabkapelle in der Jerusalemer Kirche steht nach christlicher Überlieferung an dem Ort, an dem Jesus begraben wurde und wieder auferstand.

Feierlichkeiten im traurigen Schatten der Konflikte 

Auch in diesem Jahr wurden die Osterfeiern überschattet von den fortwährenden blutigen Konfrontationen an Israels Grenze zum Gazastreifen. Am Karfreitag gab es nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums erneut Dutzende Verletzte bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten. Seit März vergangenen Jahres sind bei den teilweise gewaltsamen Protesten den Angaben zufolge mehr als 270 Palästinenser getötet worden.

Israel verkündete am Freitag Reisegenehmigungen zu Ostern für Hunderte Christen aus dem blockierten Gazastreifen nach Ost-Jerusalem und in das Westjordanland. Dies wurde jedoch von der christlichen Gemeinde in dem Küstenstreifen dementiert.

dpa

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stol