Ersatz sind 2 Dixi-Klos beim Pulverturm und beim Aufgang auf den Tappeinerweg in Gratsch. Aber so schnell wird sich nichts ändern, wie Dienstagabend im Gemeinderat deutlich wurde. <BR /><BR />Zur Erinnerung: Das alte Klo-Häuschen, auf halber Strecke des Tappeinerwegs, musste im Februar 2022 wegen einer Hangrutschung gesperrt werden und wurde seitdem aus Sicherheitsgründen nicht mehr aufgesperrt. Sehr zum Missfallen von Urlaubern wie Einheimischen – vor allem älterer Menschen und Kindern. „Zudem sind die Dixi-Klos beim Pulverturm und in Gratsch nicht behindertengerecht. Und so wird die Notdurft auch längs der Promenade oder im ebenfalls geschlossenen Aufgang zur Promenade, dem Schlehdorfweg, verrichtet“, stellte Heini Tischler, Gemeinderat der Grünen, am Dienstagabend im Meraner Gemeinderat fest. Aber auch das Team K hatte in Vergangenheit die prekäre Toiletten-Situation angeprangert. Ein Beschlussantrag Tischlers, innerhalb 2024 dem Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie zur Lösung der Toiletten-Situation auf dem Tappeinerweg zu unterbreiten, wurde von der Mehrheit abgelehnt.<BR /><BR />Das Warum lieferte Bürgermeister Dario Dal Medico. „Um ein neues Klo-Häuschen zu errichten, müssen wir laut erster Kostenaufstellung 600.000 Euro in die Hand nehmen“, so Dal Medico. Er verweist aber auch auf den Umstand, dass die Besitzer des ebenfalls wegen der Hangrutschung geschlossenen Cafès Schlehdorf ein Beweissicherungsverfahren eingeleitet haben gegen den Bauherrn einer darunterliegenden Immobilie – des Ex-Hotels Tappeiner. „Jetzt haben auch wir als Gemeinde ein solches gegen den Bauherrn des Ex-Hotels Tappeiner eingeleitet. Daher können wir derzeit das alte Klo-Häuschen nicht abbrechen, um nicht Beweise zu vernichten und eventuell Schadenersatz zu bekommen“, erklärt Bürgermeister Dal Medico. <BR /><BR />Erst nach Abschluss dieses Beweissicherungsverfahrens könne der Bau, der Risse aufweist, abgebrochen werden. „Noch ist allerdings offen, wo genau und wann wir ein neues WC-Häuschen errichten werden. Aber es sollte jedenfalls in unmittelbarer Nähe entstehen“, sagt Dal Medico und räumt selbst ein, dass die Situation öffentlicher Toiletten am Tappeinerweg dürftig sei. „Aber man muss wissen, dass die Thematik komplizierter ist, als sie scheint. Denn beim Pulverturm, wo eines der beiden Klos steht, bewegen wir uns auf Tiroler Gemeindegrund. Was das Ganze auch nicht leichter macht“, gibt der Meraner Bürgermeister zu bedenken.