Montag, 02. Oktober 2017

Claudiana: Neues akademisches Jahr feierlich eröffnet

Mit einer feierlichen Zeremonie hat die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana in Bozen wieder ihre Tore geöffnet.

Das Akademische Jahr an der Claudiana hat am Montag begonnen.
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Das Akademische Jahr an der Claudiana hat am Montag begonnen. - Foto: © STOL

Das neue Studienjahr 2017/2018 dauert bis 30. September 2018. Insgesamt studieren an die 600 Studenten an der Fachhochschule. Nicht jedes Jahr werden alle 12 Studiengänge angeboten.

In diesem 22. akademischen Jahr starten folgende Studienrichtungen an der Claudiana mit einer ersten Klasse: Dentalhygiene, Ergotherapie, Ernährungstherapie, Orthoptik, Physiotherapie sowie Krankenpflege. Für die Krankenpflege sind 120 Studienplätze vorgesehen; für alle anderen Bereiche zwischen 10 und 20.

Alle Studiengänge erfordern Aufnahmetest

Alle Studiengänge sind nur durch einen positiv bestandenen Aufnahmetest zugänglich. Diesen haben 198 neue Studenten bestanden. Für sie beginnt nun das dreijährige Vollzeitstudium. Des Weiteren werden 400 Studenten, die in den letzten Jahren ihr Studium begonnen haben, ab nun wieder die Schulbank drücken.

Der Unterricht wird jeweils zur Hälfte in deutscher und italienischer Sprache abgehalten. An die 400 Dozenten sind an der Claudiana tätig.

Hier beginnt ein neuer Lebensabschnitt

„Dieser Tag ist für unsere Studenten etwas Besonderes. Heute beginnt für viele ein neuer Lebensabschnitt. Diese jungen Menschen sind nicht mehr Schüler, sondern Studenten – und deshalb noch mehr gefordert. Das Vollzeitstudium mit Laureatsabschluss verlangt viel Engagement und Disziplin. Wir wünschen uns, dass alle unsere Studenten mit viel Freude an das neue Studienjahr herangeben, dass sie Spaß am Lernen haben und sich an der Claudiana wohl und gut aufgehoben fühlen,“ so die gemeinsame Aussage von Klaus Eisendle, dem Präsidenten und Guido Bocchio, dem Direktor der Claudiana.

Intensivere Zusammenarbeit mit Tirol

Die Führungsriege der Fachhochschule wünscht sich – in Hinblick auf eine noch qualitätsvollere, bürgerorientiertere Gesundheitsversorgung – in Zukunft eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Land Tirol und seinen zuständigen Strukturen im Gesundheitsbereich.

„Wir pflegen seit Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Tirol Kliniken zur besseren medizinischen Versorgung unserer Patienten.

Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen, künftig auch im Ausbildungsbereich für das Gesundheitspersonal neue, grenzüberschreitende Wege zu gehen und Kooperationsmöglichkeiten mit unseren Nachbarn aus Tirol auszuloten“, unterstrich Gesundheitslandesrätin Martha Stocker. Diesbezüglich habe es bereits Gespräche mit den zuständigen Stellen gegeben, so die Landesrätin.

Versorgungskonzept in Tirol soll Bevölkerung absichern

„Die Pflege- und Gesundheitsversorgung gilt im Zuge der demografischen Entwicklung und der fortschreitenden gesellschaftlichen Entwicklung als eine der großen Zukunftsthemen! In Tirol wird der Anteil der über 65-Jährigen bis zum Jahr 2050 um rund 100 % steigen, bei gleichzeitiger Zunahme der Einpersonenhaushalte.

Mit dem Strukturplan Pflege 2012-2022 hat das Land Tirol gemeinsam mit den Tiroler Gemeinden einen zukunftsweisenden Schritt gesetzt. Eine flächendeckende stationäre und häusliche Pflege mit integrierten Versorgungskonzepten soll die Versorgung der Tiroler Bevölkerung nachhaltig absichern. Die Weiterentwicklung des Berufsbildes und der Pflegeausbildung wurde von Seiten des Bundesgesetzgebers mit der Novellierung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes 2016 ermöglicht.

Wohnortnahe und flächendeckende Ausbildung notwendig

Eine wohnortnahe und flächendeckende Ausbildung im Bereich Pflege-Bachelor (FH), Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz wird ab 2018 durch die Krankenpflegeschulen der Bezirks- und Landeskrankenhäuser, der FH Gesundheit und der Landesuniversität UMIT gemeinsam getragen.

Die Unterstützung der pflegenden Angehörigen, die künftige Pflegefinanzierung, die Stärkung des Ehrenamtes, die Versorgung psychisch Kranker und dementer Personen, die Palliativ- und Hospizversorgung und die Umsetzung von Übergangs- und Schwerpunktpflege-einrichtungen sind weitere Vorhaben mit denen sich das Land Tirol und die Tiroler Gemeinden intensiv beschäftigen," so das Resümee im Festvortrag von LR Univ.-Prof. Dr. Bernhard Tilg.

stol

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