Samstag, 28. September 2019

Col Rodella: Serie der tödlichen Paragleiter-Abstürze geht weiter

Schon wieder hat am Samstag ein Gleitschirmpilot im Fassatal sein Leben verloren. Es ist dies bereits der 4. tödliche Absturz im Bereich des Col Rodella innerhalb von knapp 2 Wochen. Das Todesopfer ist diesmal ein 49-Jähriger aus dem Friaul.

Vom Col Rodella im Fassatal sind in 2 Wochen 4 Paragleiter in den Tod gestürzt.
Vom Col Rodella im Fassatal sind in 2 Wochen 4 Paragleiter in den Tod gestürzt. - Foto: © shutterstock

Der Mann war vom Col Rodella gestartet und hat dann, vielleicht wegen Übelkeit, die Kontrolle über sein Fluggerät verloren. Im Bereich Lupo Bianco oberhalb von Canazei ist er dann abgestürzt.

Sofort wurden ein Rettungshubschrauber und einige Bergretter zum Absturzort entsandt, aber der Arzt konnte dem Mann nicht mehr helfen, er war wohl sofort tot. Der Leichnam wurde daraufhin mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen und in der Leichenkapelle von Canazei aufgebahrt. 

Gleich darauf mussten der Hubschrauber und die Bergretter zu einem weiteren Gleitschirmfliegerunfall eilen. Auch dieser Pilot war vom Col Rodella gestartet und dann auf einen Baum abgestürzt. Der Mann hatte aber Glück und blieb unverletzt. Die Retter mussten ihn lediglich aus seiner misslichen Lage bergen.

4. tödlicher Unfall in knapp 2 Wochen

Die Serie der tödlichen Abstürze am Col Rodella hatte am Sonntag, 15. September, begonnen, als 40-jährige Partschinser Thomas Oberperfler dort in den Tod stürzte (STOL hat berichtet). Bereits am Folgetag war ein Pole das nächste Absturzopfer. Am Freitag, 20. September, folgte dann der 3. Todessturz.

stol/ansa

stol