<h3> „Keinerlei weitere Ermittlungsansätze“ </h3> Zahlreiche True-Crime-Formate haben sich schon am Schicksal des Mädchens abgearbeitet: Gab es Unregelmäßigkeiten bei den Ermittlungen? Gibt es eine bis dato unentdeckte Spur? Wie und wann und vor allem durch wen kam Peggy zu Tode?<BR /><BR />Die Akten in dem an Irrungen und Wirrungen reichen Fall sind geschlossen. „Derzeit gibt es keinerlei weitere Ermittlungsansätze“, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Bayreuth mit. Es sei derzeit auch nicht denkbar, dass durch etwaige neue Untersuchungsmöglichkeiten frische Erkenntnisse gewonnen werden könnten. „Es wurde alles bereits unternommen.“<BR /><BR />Das Mädchen verschwand im Mai 2001 auf dem Heimweg nach der Schule im oberfränkischen Lichtenberg (Landkreis Hof) spurlos. Zahlreiche Suchaktionen blieben erfolglos, zahlreiche Ermittlungsansätze liefen ins Leere. Auch eine Pressekonferenz, die Peggys Mutter in Tränen aufgelöst wenige Tage nach dem Verschwinden ihrer Tochter gab, brachte keine Ergebnisse.<BR /><h3> Pilzsammler machte 2016 makabre Entdeckung </h3> Dann aber präsentierten die Ermittler einen Tatverdächtigen - einen jungen, geistig eingeschränkten Mann aus Lichtenberg. Er wurde verurteilt, kam aber Jahre später nach einem Wiederaufnahmeverfahren frei.<BR /><BR />2016 wurde endlich Peggys Leiche gefunden. Ein Pilzsammler entdeckte die sterblichen Überreste in einem Waldstück in Thüringen. Kurzzeitig geriet ein weiterer Mann ins Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft, doch auch hier ließ sich der Verdacht nicht erhärten. Ein Versuch von Peggys Mutter, von dem Mann Schmerzensgeld zu bekommen, scheiterte vor Gericht.<BR /><BR />Dass bei Cold Cases – also lange ungelösten Kriminalfällen – die Akten doch wieder geöffnet werden, kommt immer wieder vor. So beginnt just am 7. Mai - also 25 Jahre nach Peggys Verschwinden - in Aschaffenburg ein Mordprozess in einem vier Jahrzehnte alten Fall: Ein Mann steht vor Gericht, weil er 1984 eine 19-Jährige erdrosselt haben soll.<BR /><BR />In Schwaben und Mittelfranken haben Ermittler den Mord an einem zwölfjährigen Mädchen nahe Fürth vor etwa 50 Jahren wieder aufgerollt, weil sie einen Zusammenhang mit einem ähnlichen Fall im Allgäu vermuten.