Ein 50-jähriger Mann aus Cabiate – eine Gemeinde in der Provinz Como (Lombardei) – hat über 10 Jahre hinweg die Rente seines verstorbenen Vaters unrechtmäßig bezogen und in einer Sozialwohnung gewohnt, die seinem Vater von der Gemeinde zugewiesen worden war. <BR /><BR />Insgesamt beläuft sich der Schaden auf über 64.000 Euro. Der Mann wurde nun von den Finanzbehörden unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Como, angezeigt.<h3> Hintergrund der Ermittlungen</h3>Die Untersuchung begann nach einer Meldung der „Lombardischen Agentur für Wohnungsbau“ (ALER) in Como, die auf eine mögliche illegale Nutzung einer städtischen Immobilie hinwies. Die Wohnung war ursprünglich einem älteren Herrn zugeteilt worden, der jedoch im Dezember 2014 gestorben war.<BR /><BR />Die Finanzpolizei stellte fest, dass der Sohn des Verstorbenen weiterhin in der Wohnung lebte und dabei auch die Rente seines Vaters bezog. Zwischen 2014 und August 2023 erhielt der 50-Jährige insgesamt 64.300 Euro von der staatlichen Rentenversicherung Inps.<h3>Der Betrug im Detail</h3>Der Betrag wurde regelmäßig auf ein Bankkonto überwiesen, auf dem der Sohn als einziger Verfügungsberechtigter registriert war. Trotz des Todes seines Vaters unternahm er keine Schritte, um die Zahlungen zu stoppen, sondern nutzte das Geld weiterhin für persönliche Zwecke.<BR /><BR />Zusätzlich wird dem Mann vorgeworfen, die Wohnung illegal besetzt zu haben. Diese war nach dem Tod des Vaters nicht neu zugeteilt worden, da der Sohn kein rechtliches Anrecht darauf hatte.<BR /><BR />Der 50-Jährige wurde nun wegen unrechtmäßiger Bereicherung auf Kosten der Rentenversicherung sowie wegen widerrechtlicher Besetzung einer öffentlichen Immobilie angezeigt. Die Staatsanwaltschaft wird über weitere Maßnahmen entscheiden, während die Gemeinde Carugo und die Inps daran arbeiten, den entstandenen Schaden zu begrenzen.