Dienstag, 31. März 2015

Copilot hatte als Flugschüler Depressionen: Lufthansa wusste es

Der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hat die Lufthansa bereits im Jahr 2009 als Flugschüler über eine „abgeklungene schwere depressive Episode“ informiert.

Lufthansa wusste angeblich von den Depressionen des Copiloten in früherer Zeit.
Lufthansa wusste angeblich von den Depressionen des Copiloten in früherer Zeit. - Foto: © APA/EPA

Das teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Erklärung mit. Darin heißt es, dass der Konzern der Staatsanwaltschaft Düsseldorf nach weiteren Recherchen zusätzliche Unterlagen übergeben habe. Bis zuletzt hatte es geheißen, der Copilot habe Lufthansa darüber im Unklaren gelassen (STOL hat berichtet).

Die Verkehrsfliegerschule der Lufthansa wusste während der Ausbildung des Copiloten der Germanwings-Unglücksmaschine von einer vorausgegangenen Depression. In einer E-Mail habe der damalige Flugschüler die Verkehrsfliegerschule informiert.

Ärztliche Flugtauglichkeit bestätigt

Bekannt war also, dass der Copilot des Germanwings-Flugs 4U9525 in seiner Ausbildung in der Verkehrsfliegerschule eine Unterbrechung von mehreren Monaten gehabt hatte. „Im Anschluss wurde dem Co-Piloten die erforderliche ärztliche Flugtauglichkeit bestätigt“, hieß es in der Lufthansa-Mitteilung.

Der Airbus war am Dienstag vor einer Woche auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an einer Felswand in Frankreich zerschellt. Der 27 Jahre alte Copilot wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit voller Absicht in die Katastrophe gesteuert zu haben.

Nach Erkenntnissen der Ermittler war er vor Jahren suizidgefährdet und für den Unglückstag eigentlich krankgeschrieben (STOL hat berichtet).

dpa

stol