Samstag, 22. Februar 2020

Coronavirus: Südtirol für den Notfall gerüstet

Nach den jüngsten Fällen von Corona-Infektionen in den Regionen Lombardei und Venetien hat sich die Arbeitsgruppe „Coronavirus“ des Südtiroler Sanitätsbetriebes am Samstag getroffen, um die aktuelle Situation zu bewerten. Derzeit werden im Krankenhaus Bozen 3 Patienten auf eine mögliche Coronavirus-Infektion getestet.

Eine Maske soll nur dann getragen werden, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung besteht oder erkrankte Personen gepflegt werden.
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Eine Maske soll nur dann getragen werden, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung besteht oder erkrankte Personen gepflegt werden. - Foto: © shutterstock
Am Samstag fand ein Treffen in der Generaldirektion des Sanitätsbetriebes mit den verantwortlichen Fachleuten aus den Bereichen Hygiene, Infektiologie und Notfallmedizin statt. Dabei ging es vor allem darum, die aktuelle Situation zu bewerten und auf der Grundlage der geltenden Leitlinien der WHO und des Gesundheitsministeriums die Situation engmaschig zu überwachen.

Für Südtirol gilt nach wie vor, dass die Situation unter Kontrolle ist. Derzeit werden 3 Patienten in der Abteilung für Infektiologie im Krankenhaus Bozen den Tests zur Feststellung einer möglichen Coronavirus-Infektion unterzogen, auch wenn diese Patienten nicht als Verdachtsfälle im engeren Fall klassifiziert werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden, sobald diese definitiv vorliegen, mitgeteilt.

Notfallsplan wurde erstellt

In der Sitzung der Task-force wurde auch ein Bettenplan erstellt, sollte es tatsächlich, unvorhergesehen wie in der Lombardei, zu mehreren Fällen einer Infektion kommen. Auch den Ärzten für Allgemeinmedizin wird innerhalb morgen eine Mitteilung hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise zugeschickt.

„Wir überwachen die Situation ständig und kontinuierlich und halten uns strikt an die Leitlinien und Rundschreiben des Gesundheitsministeriums“, betont Pierpaolo Bertoli, geschäftsführender Sanitätsdirektor: „Sollten neue Maßnahmen beschlossen werden, werden diese unverzüglich auch in Südtirol umgesetzt.“ Für Montag ist ein Treffen mit dem Zivilschutz und den Ordnungskräften im Regierungskommissariat angesetzt, um Infos auszutauschen und sich präventiv abzustimmen.

Hausarzt telefonisch kontaktieren

Der wichtigste Hinweis an die Bevölkerung ist derzeit, dass Menschen mit grippeähnlichen Symptomen gebeten werden, mit dem Hausarzt telefonischen Kontakt aufzunehmen, anstatt direkt ins Ambulatorium oder in die Notaufnahme zu gehen.

Weiters wird angeraten, die allgemeinen Hygienerichtlinien zur Infektionsvorbeugung zu beachten. Das Gesundheitsministerium hat diesbezüglich folgenden „10-Punkte-Katalog“ übermittelt:




stol