Montag, 12. Oktober 2020

Corona-Alarm in der Schweizergarde im Vatikan: Mehrere Kranke

Im Vatikan herrscht Corona-Alarm: 4 Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde sind positiv auf das Coronavirus getestet worden und haben Symptome.

Mehrere Mitglieder der Schweizergarde im Vatikan sind infiziert.
Mehrere Mitglieder der Schweizergarde im Vatikan sind infiziert. - Foto: © ANSA / RICCARDO ANTIMIANI
Das bestätigte Vatikansprecher Matteo Bruni am Montag. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus (83) und seine Residenz.
Außerdem habe es „in den letzten Wochen“ 3 andere Corona-Fälle in dem kleinen Kirchenstaat gegeben.

Die 4 infizierten Wachleute seien isoliert worden, schrieb der Sprecher. Weitere Überprüfungen von Kontaktpersonen liefen, nachdem die Fälle am Wochenende aufgefallen seien.

Wie die Nachrichtenagentur Ansa zuvor unter Berufung auf den Schweizer Sender SRF berichtet hatte, wurden die Anti-Corona-Vorkehrungen im Vatikan in einer Anweisung verschärft.

Die Quartiere würden strenger als bisher abgeschottet. Bruni teilte mit, dass „alle Wachen, ob im Dienst oder nicht“, inzwischen drinnen und draußen Schutzmasken tragen müssten.

Die katholische Medienplattform „Vatican News“ hatte Anfang Oktober berichtet, dass die Gardisten wegen Corona zur „Vorsicht im Umgang mit dem Papst“ aufgefordert seien. Mundschutz und Abstand seien geboten. Allerdings erzählte ein junger Mann, der zu seiner Rekrutenvereidigung (4. Oktober) interviewt wurde, dass Franziskus ihm auch schon die Hand gedrückt habe.

Im Vatikan, wo weniger als 1000 Menschen leben, hatte es bei Kirchenmännern und Mitarbeitern in den vergangenen Monaten mehrfach einige Fälle von Sars-CoV-2-Infektionen gegeben. Die Schweizergarde ist jedoch sehr nah am Oberhaupt der katholischen Kirche dran.

Im Vatikan war, wie in Italien, kürzlich eine Maskenpflicht auch im Freien eingeführt worden. In Italien mit seinen 60 Millionen Einwohnern ist die Sorge wegen einer neuen Covid-19-Welle gestiegen, nachdem mehrere Tage in Folge über 5000 Neuinfektionen gezählt worden waren.

dpa