Mittwoch, 02. September 2020

Corona-Helden: Jetzt gibt's endlich auch ein Danke in der Brieftasche

Die Landesregierung will am heutigen Mittwoch die Auszahlung der Prämien beschließen, wie das Tagblatt „Dolomiten“ berichtet. Es handelt sich insgesamt um 10 Millionen Euro.

Ärzte, Krankenpfleger, Alten- und Sozialbetreuer  mussten jetzt   Geduld aufbringen, bis die Covid-Prämie endlich kommt.
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Ärzte, Krankenpfleger, Alten- und Sozialbetreuer mussten jetzt Geduld aufbringen, bis die Covid-Prämie endlich kommt. - Foto: © shutterstock
Am Mittwoch die Formalien in der Landesregierung, mit dem Septembergehalt dann das Dankeschön in der Gehaltstüte: Ärzte, Krankenpfleger, Alten- und Sozialbetreuer mussten jetzt Geduld aufbringen, bis die Covid-Prämie endlich kommt. Es sind je 5 Millionen Euro für Ärzte, Pfleger & Co. sowie weitere 5 Millionen Euro für Mitarbeiter in Seniorenheimen, der Hauspflege sowie in Wohneinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung.

3 Prämien-Kategorien vorgesehen

Im Gesundheitswesen sind 3 Prämien-Kategorien vorgesehen: Kategorie 1 betrifft Personal, das in der Covid-Intensivbehandlung tätig war. Sie – 475 Köpfe – bekommen je 1750 Euro Prämie. Die Mann- und Frauschaft auf den Covid-Normalstationen (Kategorie 2) – 1750 Ärzte und Pflegepersonal – erhalten 1250 Euro Prämie. Und Kategorie 3 umfasst das „Personal mit Mehraufwand“, dafür gibt es 750 Euro Prämie für jeden der 975 Bediensteten.

„Bei der Prämienberechnung haben wir keinen Unterschied nach Berufsbildern gemacht. Denn alle waren dem gleichen Covid-Risiko ausgesetzt“, sagt Gesundheitslandesrat Thomas Widmann. Die Prämienregelung für das Gesundheitswesen sieht aber auch eine Option vor. „Wer will, kann die Prämie für 10 Tage Urlaub eintauschen“, so Widmann. Er sei sich auch bewusst, dass „die Prämie nur eine kleine Anerkennung ist. Monetär können wir nie abgelten, was Ärzte und Pfleger geleistet haben und teils noch immer leisten. Denn hinter den Kulissen geht’s weiter.“

5 Millionen Euro für das Sozialwesen

Die 5 Mio. Euro im Sozialwesen werden auf die Mitarbeiter der Seniorenwohnheime, der Hauspflege sowie der Wohneinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung aufgeteilt. Das sind schätzungsweise 3000 bis 3500 Köpfe. „Die Aufteilung erfolgt nach dem Schlüssel 2 Drittel des Geldes für die Mitarbeiter in den Seniorenwohnheimen und ein Drittel für ,delegierte Sozialdienste‘“, sagt Soziallandesrätin Waltraud Deeg.

Wobei Führungskräfte von den Prämien ausgenommen sind – „das Geld soll bei den Mitarbeitern ankommen als Wertschätzung für eine unheimlich großartige Leistung“, so Deeg. In den Kriterien, nach der die Höhe der Prämie berechnet wird, wird auch berücksichtigt, ob jemand direkten Kontakt mit Covid-Infizierten hatte oder nur indirekten. „Erstere sollen 20 Prozent mehr bekommen; sozusagen als Risikoaufschlag. Das Maximum liegt bei 1800 Euro brutto“, so Deeg.

Zudem liege es im Ermessen eines Altenheim-Direktors, bei der Berechnung der Prämie auch die Dauer des Einsatzes in Betracht zu ziehen. „Ein Minimum an Gestaltungsspielraum muss ein Arbeitgeber haben. Denn im Verwaltungsbereich war das Covid-Risiko nicht so gegeben wie für das Reinigungspersonal, das einem hohen Risiko ausgesetzt war“, sagt Deegs Ressortchef Luca Critelli.

Wie im Gesundheitswesen ist es auch im Sozialwesen möglich, alternativ zur Prämie 5 Urlaubstage zu bekommen.

lu

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