Mittwoch, 10. März 2021

Corona-Impfung: Hilfsorganisationen beklagen Engpässe in armen Ländern

Hilfsorganisationen haben erneut vor Engpässen bei Corona-Impfungen in Ländern mit niedrigem Einkommen gewarnt. Weltweit habe die Mehrheit der ärmsten Länder noch keine einzige Impfung verabreicht, teilte Oxfam gemeinsam mit einer Allianz anderer Hilfsorganisationen in der Nacht zum Mittwoch mit.

Bis Ende 2021 könnten nur gut 20 Prozent der Bewohner in Ländern des globalen Südens auf eine Impfung hoffen.
Bis Ende 2021 könnten nur gut 20 Prozent der Bewohner in Ländern des globalen Südens auf eine Impfung hoffen. - Foto: © Shutterstock
Bis Ende 2021 könnten demnach bestenfalls nur gut 20 Prozent der Bewohner in Ländern des globalen Südens auf eine Impfung gegen das Coronavirus hoffen.

Die Allianz warnte vor einem Machtmonopol der Pharmaunternehmen. Wirtschaftlich privilegierte Staaten würden den globalen Gesundheitsnotstand verlängern, sagte Gabriela Bucher, Geschäftsführerin von Oxfam International, der Mitteilung zufolge. „Indem sie einer kleinen Gruppe von Pharmaunternehmen erlauben, zu entscheiden, wer lebt und wer stirbt“, so Bucher.

In den USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien sind einer Umfrage zufolge mehr als 2 Drittel der Befragten der Meinung, dass Regierungen dafür sorgen sollen, Impfstoff-Technologien mit anderen Ländern zu teilen. Die Befragung hatte die Allianz im Auftrag des Meinungsforschungsinstituts YouGov Ende Februar durchgeführt.

apa/dpa

Schlagwörter: