Dienstag, 24. März 2020

Corona: Informationen zu Beichte, Generalabsolution und Ablass

In einem amtlichen Schreiben informieren Bischof Ivo Muser und Generalvikar Eugen Runggaldier im Detail über die Vorgaben zu Beichte, Generalabsolution und Ablass in der jetzigen – durch das Coronavirus ausgelöste - Ausnahmesituation.

Die Beichte soll nicht mehr in den üblichen Beichtzimmern abgenommen werden.
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Die Beichte soll nicht mehr in den üblichen Beichtzimmern abgenommen werden. - Foto: © Diözese Bozen-Brixen
„Die Österliche Bußzeit bereitet auf die Feier des Todes und der Auferstehung Christi vor. Ob die Liturgie an den Kar- und Ostertagen öffentlich gefeiert werden kann, ist von der Italienischen Bischofskonferenz noch nicht mitgeteilt worden. Sobald dies geschieht, wird es eine Mitteilung der Diözesanleitung geben“, schreibt die Diözesanleitung einleitend in ihrer amtlichen Mitteilung.

Beichte

In amtlichen Schreiben verweisen Bischof und Generalvikar auf die Erklärung der Apostolischen Pönitentiarie, einem der 3 obersten Gerichtshöfe der Katholischen Kirche, vom 19. März. Darin heißt es, dass die Beichte unter Beachtung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen wie gewohnt erfolgen kann.

Explizit wird gesagt, dass die Beichte nicht mehr in einem Beichtzimmer abgenommen werden soll, sondern an einem Ort, der gut durchlüftet ist, unter Beachtung eines Mindestabstands von einem Meter, unter Verwendung eines Mundschutzes, ohne Körperkontakt, unter Wahrung der nötigen Diskretion. Voraussetzung ist ebenso, dass sowohl die Person, die beichtet, als auch der Priester, welcher die Beichte abnimmt, gesund sind und keine Krankheitssymptome zeigen.

Sollte es für Gläubige nicht möglich sein, zur Beichte zu gehen, so genügt es laut der Apostolischen Pönitentiarie, wenn sie ihre Sünden aufrichtig bereuen, die Vergebung ihrer Sünden wünschen und es sich zum Vorsatz machen, sobald es wieder möglich ist, zur Beichte zu gehen.

Generalabsolution in Ausnahmefällen

„Die Generalabsolution darf in Krankenhäusern, Seniorenwohnheimen und Pflegeheimen gegeben werden. Den Menschen, die dort betreut werden, soll auf diese Weise die Vergebung der Sünden zugesprochen werden“, heißt es in der amtlichen Mitteilung.

Vollkommener Ablass für Coronavirus-Kranke

Schließlich wird im amtlichen Schreiben der Diözesanleitung darauf verwiesen, „dass die Apostolische Pönitentiarie durch ein eigenes Dekret vom 19. März verfügt hat, dass allen an Covid-19 Erkrankten, allen, die unter Quarantäne stehen, allen im Gesundheitswesen Tätigen, den Familienangehörigen der Erkrankten und allen, die Kranken beistehen, ein vollkommener Ablass gewährt wird.

Voraussetzungen sind die Reue über die eigenen Sünden, wenn möglich die Mitfeier der hl. Messe, des Rosenkranzes oder des Kreuzweges über die Medien oder wenigstens das Beten des Glaubensbekenntnisses, des Vaterunser und eines Gebetes an die Muttergottes.

Sie sollen sich zudem vornehmen, sobald dies möglich ist, die übrigen Bedingungen zu erfüllen, um einen vollkommenen Ablass zu erlangen wie den Empfang des Sakramentes der Versöhnung, die hl. Kommunion und ein Gebet nach Meinung des Papstes.“


stol