Voraussichtlich Oktober gibt es beim Sanitätsbetrieb eine Auffrischungsimpfung: Für wen ist sie sinnvoll?<BR /><BR />Zuvor fast 3 Jahre lang täglich mit Argusaugen beobachtet, sind sie seit 1. Jänner dieses Jahres völlig von der Bildfläche verschwunden. Die Rede ist von den Zahlen der Corona-Infizierten im Land. Die sind auch in Südtirol inzwischen so gut wie in Vergessenheit geraten – und das, obwohl das Virus nach wie vor im Land kursiert. <BR /><BR />91 Menschen sind zwischen 1. August und 21. August in Südtirol positiv auf Corona getestet worden. Damit war nur so gut wie jeder fünfte der 487 durchgeführten Tests positiv. Getestet wird seit der offiziellen Beendigung der Pandemie im Grunde so gut wie nur mehr in den Krankenhäusern. „Und selbst dort nicht mehr flächendeckend, sondern nur mehr im Verdachtsfall, wenn ein Patient Symptome aufweist – vor allem in Abteilungen, in denen besonders vulnerable Patienten sind, wie etwa auf der Hämatologie“, erklärt Dr. Pierpaolo Bertoli, Sanitätskoordinator im Gesundheitsbezirk Bozen. <BR /><BR />Positiv getestete Patienten werden dann innerhalb der Abteilung isoliert. „Nach Wochen, in denen wir pro Tag maximal einen Infizierten hatten, scheint die Zahl jetzt jedenfalls wieder leicht zu steigen“, sagt er. <h3> 2 tödliche Infektionen</h3>Außerhalb der Krankenhäuser wird so gut wie überhaupt nicht mehr getestet. Seitdem Rom nämlich das Ende des Notstandes erklärt hat, gibt es keine Möglichkeit mehr zum kostenlosem Corona-Test in der Apotheke. Demnach dürften gar einige Menschen im Land zwar infiziert sein, es aber nicht einmal merken. Und selbst für jene, die von ihrer Infektion wissen, aber keine Symptome aufweisen, gibt's längst keine Quarantäne mehr.<BR /><BR />Dabei zeigt der Tod von 2 Patienten im Bozner Krankenhaus von vergangener Woche klar auf, dass eine Infektion mit dem Virus für Menschen nach wie vor tödlich sein kann. Die beiden Patienten mit schweren Vorerkrankungen hatten sich mit dem Virus infiziert und in der Folge corona-typische schwere Atemwegserkrankungen entwickelt. <BR /><BR />Entsprechend müssten Senioren, Menschen mit Vorerkrankungen oder mit einem schwachen Immunsystem weiter so gut wie möglich vor einer Infektion mit dem Virus geschützt werden, so Dr. Bertoli und rät genannten Menschen unbedingt zur Auffrischungsimpfung. Diese dürfte laut Auskunft aus dem Sanitätsbetrieb ab Oktober wieder möglich sein.