Freitag, 20. November 2020

Corona-Screening „Südtirol testet“: Die Bilanz nach Tag 1

Das landesweite Corona-Screening „Südtirol testet“ hat am Freitag begonnen. Die aktuellsten Daten und Zwischenergebnisse sehen Sie hier.

Bisher haben sich über über 103.000 Personen am landesweiten Corona-Screening beteiligt. - Foto: © DLife
Bis zur Schließung der Teststationen am Freitag um 18 Uhr haben sich zahlreiche Südtiroler bei der landesweiten Testaktion „Südtirol testet“ dem Coronavirus-Antigen-Schnelltest unterzogen. Insgesamt 103.580 Personen wurden bisher getestet (die Daten beziehen sich auf die bis 20 Uhr mitgeteilten Ergebnisse), das entspricht 29,7 Prozent der rund 350.000 für den Test vorgesehenen Personen in Südtirol.

1572 Personen wurden positiv getestet. Das sind 1,5 Prozent der Getesteten.

In 11 Gemeinden (Altrei, Hafling, Kuens, Laurein, Martell, Plaus, Prags, Prettau, Taufers im Münstertal. Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix und Waidbruck) fanden am Freitag noch keine Massentests statt. Hier beginnen diese erst am Samstag.

Hier sehen Sie alle Ergebnisse – auch für die einzelnen Gemeinden – auf einen Blick.

Die Teststationen öffnen wieder am Samstag um 8 Uhr. Die nächsten Zwischenergebnisse werden dann am Samstag gegen 10 Uhr bekannt gegeben.

Für die Testreihe, die noch bis Sonntag durchgeführt wird, stehen insgesamt 350.000 Antigentests zur Verfügung, verteilt auf alle Südtiroler Gemeinden mit insgesamt 646 Teststraßen, die sich an 184 Teststationen befinden.

Mitarbeiter, Anrufe, Material

Im Einsatz waren am Freitag 39 Mitarbeiter der Landesagentur für Bevölkerungsschutz, 650 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, 261 Mitglieder von Weißem Kreuz und Rotem Kreuz.

Das Bürgertelefon unter der Grünen Nummer 800 751 751 hat bis 17 Uhr 1348 Anrufe angenommen; 198 wurden nicht angenommen.

Von der Agentur für Bevölkerungsschutz wurde landesweit den ganzen Tag über Material verteilt, und zwar: 1.3000.000 Handschuhe, 358.000 Tests, 8700 Schutzanzüge, 9300 Schutzhemden, 120.000 Chirurgische Masken, 12.000 Filtermasken FFP2, 15.000 Filtermasken FFP3, 4100 Visiere, 3500 Flaschen Oberflächendesinfektion, 7000 Liter Handdesinfektion, 3500 Rollen Papierhandtücher, 8700 Abfallbehälter für Infektionsmüll, 3500 Rollen Klebestreifen für Schutzanzüge.




Der große Andrang gleich am ersten Tag der Testreihe hat dazu geführt, dass es bei einigen Teststationen – besonders, aber nicht nur, in der Landeshauptstadt - zu Warteschlangen geführt hat. Diese haben sich aber zum Großteil im Laufe des Vormittags wieder aufgelöst

Verzögerung bei Übermittlung der Testergebnisse

Wegen des großen Andrangs kommt es zeitweise zu Verzögerungen bei der Übermittlung der Testergebnisse aufgrund der Überlastung der IT-Systeme. Derzeit wird intensiv an der Optimierung der IT-Ressourcen gearbeitet. Der Sanitätsbetrieb ruft bei dieser Gelegenheit noch einmal dazu auf, bei der Anmeldung genauestens darauf zu achten, dass die Nummer des eigenen Mobiltelefons und die Mailadresse korrekt angegeben werden. Erste Überprüfungen und Rückmeldungen haben ergeben, dass eine Reihe von Ergebnissen nicht den eigentlichen Empfänger erreicht haben, weil die eingegebenen Daten entweder unvollständig oder fehlerhaft waren. Die Ergebnisse werden innerhalb eines Tages übermittelt.
Es brauche ein bisschen Geduld, betonte auch der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Florian Zerzer, im STOL-Interview.

Sollte es trotz allem zu größeren Problemen bei der Übermittlung des Testergebnisses oder Isolation kommen, kann eine eigens dafür eingerichtet Hotline konsultiert werden. Diese ist unter der Telefonnummer 0471 457457 von 8.00 bis 19.00 Uhr aktiv. Das Ergebnis des Schnelltests kann über diese Nummer NICHT eingeholt werden, dieses wird ausschließlich über E-Mail oder SMS mitgeteilt.

Wer kann teilnehmen und was muss man mitbringen?

Mitzubringen sind der Ausweis, die Sanitätskarte und das möglichst schon ausgefüllte Datenblatt, das den Haushalten zugestellt worden ist und sonst im Internet heruntergeladen werden kann.

Teilnehmen können alle Südtiroler ab 5 Jahren – auch Personen, die sich aus Arbeits- und Studiengründen in Südtirol aufhalten. Minderjährige müssen von einem Elternteil begleitet werden. Nicht an den Testorten vorstellig werden sollten Personen, die Symptome haben, die auf Covid-19 hindeuten (Husten, Fieber), sie sollten den Hausarzt kontaktieren. Dies gilt auch für Personen, die bereits krankgeschrieben sind oder in den vergangenen 3 Monaten wegen einer Positivtestung in Isolation waren.

Die landesweite Testung kann dazu beitragen, noch unbekannte Infektionsherde ausfindig zu machen und ein weiteres Ansteigen der Infektionen zu stoppen.

Wie der Test abläuft zeigt STOL-Reporter Ivo Zorzi in folgendem Video.

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stol/d/lpa