Freitag, 05. Februar 2021

Corona-Tests an Schulen: Landesregierung ruft zur Mithilfe auf

Verstärkt sollen an Schulen Corona-Tests durchgeführt werden. Die 3 Bildungslandesräte appellieren an Freiwillige und an das Sanitätspersonal im Ruhestand mitzuwirken.

Die Landesregierung bittet um Unterstützung für die Corona-Tests an den Bildungseinrichtungen.
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Die Landesregierung bittet um Unterstützung für die Corona-Tests an den Bildungseinrichtungen. - Foto: © unsplash
An Südtirols Bildungseinrichtungen spiegelt sich das Infektionsgeschehen wider, das derzeit Südtirols Gesellschaft belastet. So sind seit einigen Wochen auch vermehrt Personen an Kindergärten und Schulen von Coronavirus-Infektionen betroffen. So sind an den deutschsprachigen Kindergärten und Schulen Südtirols sind in der vergangenen Woche insgesamt 461 neue Sars-CoV-2-Infektionsfälle verzeichnet worden.

An den Bildungseinrichtungen sollen daher verstärkt Corona-Tests durchgeführt werden, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten. Allerdings fehlt es hierfür an Personal, das im Rahmen der ordentlichen Arbeitszeit diese Tests durchführt. Um landesweit möglichst flächendeckende Testreihen an den deutsch-, italienisch- und ladinischsprachigen Schulen organisieren zu können, wendet sich die Landesregierung an freiwillige Ärzte und Pflegekräfte sowie an jene, die sich im Ruhestand befinden.

Die 3 Bildungslandesräte, Landesrat Philipp Achammer, Landesrat Giuliano Vettorato und Landesrat Daniel Alfreider, richten einen gemeinsamen Aufruf an Freiwillige sowie an das sich im Ruhestand befindende Sanitätspersonal: „Wir benötigen dringend Fachpersonal aus dem Sanitätsbereich, um flächendeckende Testreihen in der Oberstufe, aber auch an den Grund- und Mittelschulen umzusetzen. Wir wenden uns daher an freiwillige Ärzte und Pflegekräfte und solche im Ruhestand mit der Bitte, uns bei den Corona-Testungen zu unterstützen, die vor Ort an Schülerinnen und Schülern vorgenommen werden sollen.“

Für die Landesräte steht fest: Jede bereitgestellte Zeitressource, um Kindern und Jugendlichen Unterricht in Präsenz zu gewährleisten, sei wertvoll.

Wie berichtet, schließen die Grundschulen ab Donnerstag, die Mittel- und Oberschulen stellen bereits ab Montag auf Fernunterricht um. Nach den Schulferien sollen dann die Massentests an den Schulen stattfinden.

Interessierte, die über die nötigen fachlichen und beruflichen Qualifikationen verfügen, können ihre Bereitschaft zur Mithilfe mit einer E-Mail bei der Landesbildungsdirektion deponieren. Erforderlich sind folgende Daten: der vollständige Name, die Wohnadresse, Kontaktdaten wie Hand-Nummer und E-Mail-Adresse sowie ein Hinweis zu Gemeinde, Bezirk oder auch direkt zur Bildungseinrichtung, wo die interessierte Personen bei der Testreihe mithelfen möchte. Weitere Informationen folgen dann individuell, in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsbetrieb.

lpa/stol