Donnerstag, 02. Juli 2020

Coronakrise: Die Wünsche der Kinder für die Zeit danach

Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller hat Grundschüler gefragt, wie sie sich die Rückkehr in die Normalität vorstellen und worauf sie sich am meisten freuen. Die Antworten werden in einer Broschüre und in den sozialen Netzwerken gesammelt.

Es sei an der Zeit, sich mehr auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen zu konzentrieren, so Daniela Höller.
Badge Local
Es sei an der Zeit, sich mehr auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen zu konzentrieren, so Daniela Höller. - Foto: © shutterstock
„Was wirst du anders machen, wenn diese schwierige Situation vorüber ist? Worauf freust du dich im Besonderen?“ Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller versuchte, diese unangenehme und umständliche Notsituation zu nutzen, und ermutigte Grundschüler, über die bisherige – vielleicht auch unterschätzte – Normalität nachzudenken und sich die zukünftige Rückkehr in diese Normalität auszumalen.

Dank der Zusammenarbeit mit den 3 Schulämtern wurde das Projekt an die Direktionen der einzelnen Schulen weitergeleitet, die es ihrerseits an die Schüler und ihre Familien weiterreichten.

Die Antworten, die bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft eingingen, waren so erfreulich und sympathisch, aufrichtig und transparent, aber auch so reif und tiefgründig, dass die Höller beschloss, sie alle in einer kleinen Broschüre zusammenzufassen, die dann veröffentlicht werden soll.

„Die Jüngsten wurden bisher zu wenig gehört“

Die Mädchen und Jungen können es vor allem kaum erwarten, wieder zur Schule zu gehen und ihre Klassenkameraden und Lehrer wiederzusehen. Vor allem die Fünftklässler sagten, es tue ihnen besonders leid, dass sie sich nicht von ihren Klassenkameraden und Lehrern verabschieden konnten, bevor das neue Schuljahr beginnt.

Sehr häufig wurde auch der Wunsch geäußert, wieder mit Freunden und Bekannten zu spielen sowie die Großeltern zu besuchen und sie in die Arme zu schließen. Viele äußerten auch das Verlangen, sich unter freiem Himmel zu bewegen, in den Bergen zu wandern und ins Schwimmbad zu gehen.

„In dieser Krise wurden die Jüngsten bisher zu wenig gehört. Es ist an der Zeit, sich mehr auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen zu konzentrieren. Schließlich sind sie unsere Zukunft“, betont Kinder- und Jugendanwältin Höller.

Wer die Gedanken nachlesen, die Zeichnungen und Fotos sehen oder die Lieder anhören möchte, die von den Mädchen und Jungen eingesandt wurden, findet sie auf den Social-Media-Seiten der Kinder- und Jugendanwaltschaft:

Facebook
Instagram

stol