Montag, 18. Mai 2020

Coronakrise: Studenten stehen vor teils ungelösten Problemen

Auch für Studenten haben der Lockdown und die damit verbundene Schließung der Universitäten zu teils erheblichen Problemen geführt. Verbunden sind diese vor allem mit finanziellen Belangen, wie die Studentenvertreter der Freien Uni Bozen mitteilen. Dafür wurden und werden nun Lösungen gesucht.

Die effektiven Auswirkungen der Coronakrise auf die Situation der Studenten sind teilweise noch zu klären.
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Die effektiven Auswirkungen der Coronakrise auf die Situation der Studenten sind teilweise noch zu klären. - Foto: © DLife
Prekär ist in erster Linie die Situation in den Heimen. Viele der dort untergebrachten Studenten haben Bozen noch vor Beginn des Lockdowns verlassen, den verbliebenen war es nicht möglich, alle Dienste vollständig zu nutzen.

Wie die Studentenvertreter und die Verantwortlichen der Vereinigung MUA (Movimento Universitario Altoatesino) anmerken, seien die Betroffenen aufgrund dieser stark veränderten Situation nun vor eine Reihe von Unbekannten gestellt worden. So sei beispielsweise die Frage nach der Zahlungspflicht der Mieten für nicht genutzte Zimmer immer lauter geworden.

Zudem wurden die Zugangsmodalitäten zu den Unterkünften für das kommende Studienjahr in Frage gestellt, welche unter anderem einen Mindeststudienerfolg voraussetzen, der im laufenden Jahr nicht von allen Studenten nachgewiesen werden kann. Ebenso wurden viele Heimverträge vorzeitig aufgelöst, was im Normalfall einer erneuten Aufnahme in die Einrichtungen abträglich wäre.

Mit ähnlichen Herausforderungen sehen sich auch jene Studenten konfrontiert, die in Privatwohnungen und Wohngemeinschaften leben. Auch hier gab es vermehrt Probleme bei der Zahlungsfähigkeit in Bezug auf die Miete, Vertragsauflösungen und Diskussionen über die Höhe der Abgaben bei Nichtbenutzung der Unterkünfte.

Teilweise Einigung mit den zuständigen Landesämtern

Den zuständigen Abteilungen des Landes haben die Studentenvertreter, die Mitglieder des MUA sowie die Vertreter der sh.asus die Anliegen der Studierenden bereits mitgeteilt und dabei unter anderem die Garantie des Rechts auf Studium für das kommende Jahr eingefordert. In mehreren Bereichen wurden dabei Einigungen erzielt und Anpassungen der Richtlinien vorgenommen, andernorts sind diese noch ausständig.

Die Studentenvertreter zeigen sich über die erfolgte Klärung einiger Probleme erfreut. Gleichzeitig jedoch bemängeln sie das (zu) späte Eingreifen des Landes. „Wäre früher gehandelt worden, so wäre die Zahlung für leere Zimmer Vielen erspart geblieben.“

Runder Tisch für den 26. Mai geplant

Für die weitere Diskussion der Thematik wird nun am 26. Mai online ein runder Tisch organisiert, zu dem alle Studenten der Freien Universität sowie Vertreter der Politik und der Presse eingeladen werden.

stol

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