Mittwoch, 19. Februar 2020

Auch Italiener unter den Infizierten der „Diamond Princess“

Wie berichtet, ist die Zahl der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ in Japan auf 542 gestiegen. Darunter befindet sich auch ein Italiener.

542  Passagiere und Crewmitglieder sind infiziert.
542 Passagiere und Crewmitglieder sind infiziert. - Foto: © APA/afp / CHARLY TRIBALLEAU
Nach 2-wöchiger Quarantäne sollten am Mittwoch die Ersten der noch etwa 3000 Menschen auf dem in Yokohama liegenden Schiff von Bord gehen. Unter den infizierten Passagieren ist auch ein Italiener. Er wurde am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet.

Der Mann wird daher nicht zusammen mit den anderen 34 italienischen Schiffspassagieren nach Italien zurückkehren können. Der Zivilschutz in Rom organisiert einen Flug, mit dem die Italiener voraussichtlich innerhalb der nächsten 3 Tage heimkehren werden.

Indes bleibt der Zustand des am Coronavirus erkrankten chinesischen Ehepaares, das im römischen Krankenhaus „Spallanzani“ behandelt wird, zufriedenstellend.

In China sind inzwischen nach offiziellen Angaben mehr als 2.000 Menschen am neuartigen Coronavirus gestorben. Die Gesundheitskommission in Peking teilte am Mittwoch mit, die Zahl der Todesopfer sei im Vergleich zum Vortag um 136 auf nun 2.004 gestiegen. Die nachgewiesenen Infektionen kletterten demnach um 1.749 auf 74.185 Fälle.

Allein in der besonders stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei kamen laut den neuen Angaben aus Peking 132 Tote und 1.693 neue Infektionen mit der Covid-19 genannten Lungenkrankheit hinzu, die von dem Virus ausgelöst wird. Außerhalb des chinesischen Festlands wurden bisher fünf Todesfälle und fast 1.000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen, 16 davon in Deutschland. In Hongkong soll nun örtlichen Medienberichten zufolge ein sechster, offiziell noch unbestätigter Todesfall dazugekommen sein.

Weiter gestiegen ist auch die Zahl der Mediziner, die sich seit dem Ausbruch der Krankheit mit dem Erreger infiziert haben. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, haben sich laut einer Studie der chinesischen Gesundheitsbehörde bisher mindestens 3.000 Ärzte und Krankenhausmitarbeiter infiziert. Zuvor waren lediglich 1.700 Erkrankungen bekannt gewesen.

Bis Ende vergangener Woche waren mindestens sechs Helfer gestorben, wie das Staatsfernsehen CCTV berichtet hatte. Die meisten Betroffenen waren demnach in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Einsatz, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus ausgebrochen war.

dpa/stol