Samstag, 14. März 2020

Die Suche nach effektiven Wirkstoffen gegen das Virus

Bisher haben Forscher und Mediziner keinen effektiven Wirkstoff gegen das neuartige Coronavirus finden können. Mehrere verschiedene Ansätze stimmen Experten jetzt positiv.

Derzeit gibt es noch keinen Wirkstoff gegen das neuartige Coronavirus. Forscher arbeiten aber auf Hochdruck, um ein effektives Gegenmittel zu entwickeln.
Derzeit gibt es noch keinen Wirkstoff gegen das neuartige Coronavirus. Forscher arbeiten aber auf Hochdruck, um ein effektives Gegenmittel zu entwickeln. - Foto: © APA/dpa / Felix Kästle
Wie STOL bereits berichtete, ist es niederländischen Forschern an der Universität von Utrecht gelungen, einen Antikörper zu identifizieren, der im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt werden könnte. Allerdings bedarf es laut Angaben der Forscher noch einiger Monate ausgiebiger Tests, um die Wirksamkeit dieses Antikörpers sicherzustellen.

Blutplasma von geheilten Corona-Patienten

Ein zweiter Weg führt über das Blutplasma von geheilten Patienten, das ein hohes Maß an Antikörper aufweist. Dieses Plasma soll Infizierten injiziert werden; für die Anwendung in Italien bedarf es jedoch noch der Genehmigung des ISS (Istituto Superiore di Sanità), welches wiederum die Wirksamkeit einer solchen Therapie überprüfen muss.

Kann ein Wirkstoff gegen Arthritis helfen?

Optimismus verbreiten auch die bisherigen Ergebnisse einer Therapie mit einem Wirkstoff, der eigentlich gegen rheumatoide Arthritis zum Einsatz kommt. In China seien damit umfangreiche Studien durchgeführt worden, in Italien untersuche man noch die Effekte, so Giuseppe Remuzzi vom pharmakologischen Institut „Mario Negri“ in Bergamo. „Es ist aber noch zu früh, um endgültige Schlüsse zu ziehen“, so der Experte weiter.

Roche entwickelt Schnelltest-Verfahren

Derweil hat der Pharmakonzern Roche ein schnelleres Testverfahren entwickelt, das helfen soll, Sanitätsbetriebe zu entlasten und gleichzeitig mehr Test noch schneller durchzuführen. So soll es laut Unternehmenssprecher möglich sein, mehr als 4100 Patientenproben am Tag vollkommen automatisiert auszuwerten. Insgesamt ließen sich so monatlich Millionen an Tests durchführen, wobei die Ergebnisse nach jeweils dreieinhalb Stunden vorlägen.

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ansa/stol