Montag, 10. Februar 2020

Coronavirus – Italien setzt weiter auf rigorose Vorbeugungsmaßnahmen

Die italienische Regierung beharrt im Kampf gegen die Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie auf Umsicht. So sollen vorerst die Flugverbindungen zwischen Italien und China nicht wieder aufgenommen aufgenommen werden, auch wenn dies negative Folgen auf die italienische Wirtschaft und vor allem auf den Fremdenverkehr haben wird. Dies teilte der Ministerrat nach einer Sitzung am Montag mit.

Am Flughafen von Rom wird die Körpertemperatur der ankommenden Fluggäste gemessen.
Am Flughafen von Rom wird die Körpertemperatur der ankommenden Fluggäste gemessen. - Foto: © ANSA / Redazione Telenews
Die Regierung will Maßnahmen zur Eingrenzung der negativen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf die italienische Wirtschaft ergreifen. So sollen besondere Wirtschaftsbereiche Unterstützung erhalten, hieß es am Ende des Treffens.

Die Regierung um Premier Giuseppe Conte will humanitäre Maßnahmen für Chinas ergreifen. Geplant seien unter anderem Initiativen zur Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden im Kampf gegen das Coronavirus.

Der Virus-Alarm wirkt sich negativ auf die Reiselust der Italiener aus. Reisegesellschaften und Tour Operators meldeten ein 30-prozentigen Anstieg bei der Absage von Reisen außerhalb Europas und nicht nur in Richtung China, berichtete der Touristikerverband Assoviaggi Confesercenti.

Die italienische Tourismusbranche rechnet mit einem katastrophalen Februar. Eine Woche vor Beginn der Mailänder Modemesse rechnen die Mailänder Hoteliers mit Umsatzrückgänge im Wert von acht Millionen Euro. Die italienische Regierung hat vor zehn Tagen die Flugverbindungen zwischen Italien und China unterbrochen, um die Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie zu verhindern. Darunter leidet auch die Luxusindustrie, die in Mailand mit ihren Shops stark präsent ist.

apa