Montag, 02. März 2020

Coronavirus: Italien verlängert Sperrung von 11 Gemeinden

Die italienische Regierung hat wegen des Coronavirus-Ausbruchs am Sonntagabend die Absperrung von 11 Gemeinden im Norden des Landes verlängert. Ministerpräsident Giuseppe Conte unterschrieb ein entsprechendes Dokument. Die Verlängerung war erwartet worden.

Der Domplatz ist wie viele andere beliebte Touristenziele in Mailand weiterhin wie ausgestorben.
Der Domplatz ist wie viele andere beliebte Touristenziele in Mailand weiterhin wie ausgestorben. - Foto: © ANSA / Mourad Balti Touati
Bei den abgeriegelten Gebieten handelt es sich um 10 Gemeinden in der Lombardei – darunter Bertonico, Casalpusterlengo, Castiglione D'Adda und Codogno – sowie Vo' in Venetien.

Die insgesamt etwa 50.000 Menschen dürfen ihre Orte schon seit rund einer Woche nicht mehr verlassen.

Andere dürfen diese sogenannten „roten Zonen“ nicht ohne Genehmigung betreten. Sicherheitskräfte kontrollieren die Straßen.

Außerdem beschloss die Regierung in Rom für ein erweitertes Gefahrengebiet Vorsichtsmaßnahmen, etwa das Verbot von Sportwettkämpfen.

Ein Teil der Vorschriften, wie der Stopp von Schul- und Bildungsreisen, gilt auch im ganzen Land. Einige Maßnahmen laufen zunächst bis 8. März, andere bis zum 15. März.

Die Behörden in dem Mittelmeerland zählten bis Sonntag 34 Tote in Folge des neuen Coronavirus. Das teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli mit. Die Zahl der mit dem Sars-CoV-2-Erreger Infizierten klettert auf 1.694 Menschen. Italien ist das in Europa am stärksten betroffene Land.

apa

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