Dienstag, 04. Februar 2020

Coronavirus – Italien will Maßnahmen für Unternehmen ergreifen

Die italienische Regierung denkt an Stützungsmaßnahmen zugunsten von Unternehmen, die wirtschaftliche Rückschläge wegen der Coronavirus-Epidemie erleiden. Zu diesem Zweck will Premier Giuseppe Conte eine Task Force aus Ministern einrichten.

Der italienische Tourismus befürchtet in diesem Jahr schwere Verluste wegen der Coronavirus-Epidemie. Im Bild ein chinesischer Tourist in Rom.
Der italienische Tourismus befürchtet in diesem Jahr schwere Verluste wegen der Coronavirus-Epidemie. Im Bild ein chinesischer Tourist in Rom. - Foto: © ANSA / FABIO FRUSTACI

„Wir müssen eingreifen, um die negativen Auswirkungen des Virus auf die Wirtschaft in Schranken zu halten. Sobald wir ein klares Bild haben werden, können wir Stützungsmaßnahmen zugunsten der Unternehmen in den Bereichen ergreifen, die von der Auswirkungen der Epidemie am stärksten betroffen sind“, erklärte Conte.

Der italienische Tourismus befürchtet in diesem Jahr schwere Verluste wegen der Coronavirus-Epidemie. Nachdem die Regierung in Rom am Donnerstag die Flugverbindungen zwischen Italien und China unterbrochen hat, rechnet der italienische Fremdenverkehr mit durchaus schwierigen Monaten. 5,3 Millionen chinesische Touristen besuchten im vergangenen Jahr Italien. Sie bescherten dem Land Einnahmen in Höhe von 700 Millionen Euro, geht aus Angaben des Statistikamts Istat hervor. Erst vor zwei Wochen hatten Italien und China in Rom den Beginn des italienisch-chinesischen Kulturjahres gefeiert.

Nicht nur der Fremdenverkehr, auch die italienische Lebensmittelindustrie befürchtet schwere Rückschläge wegen der Epidemie. China zählt zu den am stärksten wachsenden Märkten für Italiens Lebensmittelindustrie, beklagte der Verband Federalimentare. Er vereint Italiens prominenteste Lebensmittelunternehmen.

apa