Sonntag, 23. Februar 2020

Coronavirus: Lombardei bleibt wachsam, Ischia erteilt Landeverbote

Die Region Lombardei denkt an weitere „drastische“ Maßnahmen, sollte sich die Lage in Sachen Coronavirus verschlimmern. Die Mittelmehrinsel Ischia untersagt unterdessen Bürgern aus den betroffenen norditalienischen Regionen die Landung auf der Insel.

Die Insel Ischia untersagt Bürgern aus der Lombardei und dem Veneto die Landung auf der Insel.
Die Insel Ischia untersagt Bürgern aus der Lombardei und dem Veneto die Landung auf der Insel. - Foto: © gms
Sollte sich die Lage wegen der Coronavirus-Epidemie verschlimmern, ist die Region Lombardei zur Ergreifung „drastischer und rigoroser Maßnahmen“ nach „Wuhan-Vorbild“ bereit. Dies berichtete der lombardische Präsident Attilio Fontana in einem TV-Interview am Sonntag. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass es nicht zu einer derartigen Notstandslage kommen wird.

Maßnahmen nach dem Vorbild der abgeriegelten chinesischen Stadt Wuhan müssten nur dann ergriffen werden, wenn die Epidemie außer Kontrolle geraten sollte. Dies sei jetzt nicht der Fall, erklärte Fontana.

Ischia für Lombarden und Venetier gesperrt

Die Insel Ischia im Golf von Neapel hat inzwischen Bürgern aus den norditalienischen Regionen Lombardei und Venetien sowie Chinesen aus dem Epidemie-Gebiet die Landung verboten. Die Maßnahme gilt bis zum 9. März und wurde von den Bürgermeistern der süditalienischen Insel unterzeichnet.

Le Pen fordert Grenzkontrollen zu Italien

Die Chefin der französischen Partei „Rassemblement National“, Marine Le Pen, hat sich indes für die Wiedereinführung der Kontrollen an der Grenze zu Italien ausgesprochen. Le Pen warf der Pariser Regierung vor, zu wenig gegen die Coronavirus-Gefahr unternommen werden. So habe Frankreich im Gegensatz zu Italien nicht die Flugverbindungen zu China unterbrochen.

apa