Mittwoch, 11. März 2020

Coronavirus: ÖBB stellt Verkehr von und nach Italien ein

Der Personenzugverkehr von und nach Italien ist am Mittwoch zur Gänze eingestellt worden.

Die ÖBB hat nun den Personenverkehr nach Italien eingestellt.
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Die ÖBB hat nun den Personenverkehr nach Italien eingestellt. - Foto: © ÖBB
Die Verbindungen nach Italien enden somit in Villach bzw. Innsbruck. Betroffen sind 10 Fahrten nach Italien und ebenso viele wieder retour.

Bereits zuvor waren die ÖBB-eigenen Nachtzugverbindungen eingestellt worden. Aufrecht bleibt der Güterverkehr auf der Schiene, an den Grenzen werden jedoch Lok und Lokführer getauscht, sagte ÖBB-Sprecher Daniel Pinka.

Die ROLA Wörgl-Trento verkehrt weiterhin nicht. Der Nahverkehr wurde eingestellt – und zwar zwischen Steinach am Brenner und Brennero/Brenner, zwischen Villach und Tarvisio sowie zwischen Sillian und San Candido/Innichen.

Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen nach St. Jodok am Brenner und Gries am Brenner wurde eingerichtet.

Kompatscher: „Lösung für kleinen Grenzverkehr gefordert

Südtirol brauche im Rahmen der von Österreich erlassenen Schutzmaßnahmen dringend eine praktikable Lösung für den kleinen Grenzverkehr, forderte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Mittwoch von der österreichischen Regierung.

„Dass auch Österreich Schutzmaßnahmen ergreift, ist durchaus verständlich, nachvollziehbar und richtig“, unterstreicht Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Für Südtirol sowie für die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino sei es jedoch wichtig, praktikable Lösungen für den kleinen Grenzverkehr der Berufstätigen zwischen Österreich und Südtirol zu finden.

„Hier geht es um gegenseitiges Vertrauen und eine gemeinsame Verantwortung für unsere Bürgerinnen und Bürger“, betont der Landeshauptmann.

Kompatscher zeigte sich überzeugt, dass vor dem Hintergrund der drastischen Schutzmaßnahmen Italiens eine Lösung möglich ist. Bereits beim Gespräch um Mitternacht auf Mittwoch habe Bundeskanzler Sebastian Kurz dem Landeshauptmann mitgeteilt, dass der freie Güter- und Warenverkehr nicht eingeschränkt werde.

Am Dienstagabend (hat Landeshauptmann Arno Kompatscher verschiedene Gespräche mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz, Bundesinnenminister Karl Nehammer und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka geführt.

„Eigentlich wäre geplant gewesen, die Gespräche in Wien zum Thema der Wiederherstellung der autonomen Zuständigkeiten persönlich zu führen“, berichtet Kompatscher.

Angesichts der aktuellen Zuspitzung der Verbreitung von COVID-19, habe man entschieden, die persönlichen Treffen zu verschieben und die bereits fixierten Termine für ein Telefongespräch zur aktuellen Lage zu nutzen.

Für den heutigen Mittwoch ist ein Gespräch mit Bundesaußenminister Alexander Schallenberg geplant.





apa