Mittwoch, 26. Februar 2020

Coronavirus: Vatikan lässt Katakomben schließen

Papst Franziskus zeigt trotz des Coronavirus-Ausbruchs keine Furcht vor Menschenmengen: Bei der traditionellen Generalaudienz auf dem Petersplatz mit Tausenden von Pilgern ging das katholische Kirchenoberhaupt am Mittwoch auf die Menge zu, schüttelte Hände und küsste Kinder.

Papst Franziskus scheute nicht vor engem Kontakt mit den Gläubigen zurück.
Papst Franziskus scheute nicht vor engem Kontakt mit den Gläubigen zurück. - Foto: © APA/afp / TIZIANA FABI
Außerdem sagte der 83-Jährige in der Ansprache, er fühle sich den Infizierten des neuen Virus nahe – ebenso dem medizinischen Personal und anderen Betroffenen der Lungenkrankheit.

Die für Archäologie zuständige Stelle im Vatikan teilte am selben Tag mit, dass die christlichen Katakomben landesweit wegen des Sars-CoV-2-Ausbruchs für Besucher zunächst geschlossen blieben.

Die unterirdischen Grabstätten gibt es unter anderem in Rom und Umgebung, auf Sizilien und in der Toskana. Sie sind bei Touristen sehr beliebt. Als Grund für die Schließung wurde angeführt, dass Feuchtigkeit und die schlechte Belüftung für die Gesundheit von Besuchern zur Gefahr werden könnten.

Im Vatikanstaat selbst sollen nach Aussage von Vatikansprecher Matteo Bruni für die Eingänge zu den Büros Desinfektionsmittel-Spender bereitstehen. Mehrere Diözesen im Norden des Landes, wo die meisten Infizierten registriert sind, etwa Mailand, Venedig und Padua, haben zunächst die Gottesdienste ausgesetzt. In manchen Kirchen wurden Weihwasserbecken geleert.

dpa