Mittwoch, 05. Februar 2020

Coronavirus-Verdacht: Patientin flüchtet aus Klinik

Eine 31-jährige Salzburgerin, die am Dienstag wegen Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion auf die Isolierstation des Uniklinikums Salzburg gebracht worden war und in der Nacht aus dem Spital verschwunden ist, wurde am Mittwoch an ihrer Heimatadresse von der Polizei und Rettung angetroffen. „Sie wird derzeit in die SALK (Salzburger Landeskliniken) überstellt“, informierte die Stadt Salzburg.

Die Frau wird bis zur Abklärung der Erkrankungslage bewacht.
Die Frau wird bis zur Abklärung der Erkrankungslage bewacht. - Foto: © APA (Archiv) / HELMUT FOHRINGER

Das Amt für Öffentliche Ordnung der Stadt Salzburg hat der Polizei nach dem Epidemiegesetz zunächst einen Ausforschungsauftrag und dann einen Bewachungsauftrag erteilt, bis eine endgültige Abklärung der Erkrankungslage erfolgt ist. Laut dem Epidemiegesetz habe die Behörde den Anspruch der Bevölkerung auf höchstmöglichen Schutz durchzusetzen, wenn notwendig mit Unterstützung der Exekutive, erläuterte Amtsleiter Michael Haybäck im APA-Gespräch. Im Regelfall begebe sich der Betroffene freiwillig in Behandlung.

Seitens des Amtes für Öffentliche Ordnung und des Gesundheitsamtes wird nun ein neues Bewegungs- und Kontaktprofil der Frau seit ihrem Verschwinden aus dem Krankenhaus erstellt, um herauszufinden, mit welchen Personen an welchen Orten sie in der Zwischenzeit Kontakt gehabt hatte. Je nachdem, wie eng der Kontakt war, könnten auch diese Personen zur Abklärung einer möglichen Infektion ins Krankenhaus gebracht werden.

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apa