Samstag, 08. Februar 2020

Coronavirus: Weitere 86 Todesopfer in China

Die Zahl der Todesopfer in China durch das neuartige Coronavirus hat erneut deutlich zugenommen. Wie die nationale Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, starben seit dem Vortag 86 Menschen an den Folgen der Infektion - bis auf fünf alle in der zentralchinesischen Provinz Hubei. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer der Epidemie in Festlandchina und Hongkong stieg damit auf mindestens 722.

Coronavirus infizierte bereits viele Menschen.
Coronavirus infizierte bereits viele Menschen. - Foto: © APA (AFP) / ANTHONY WALLACE

Dies sind mehr als bei der Sars-Epidemie 2002/2003. Durch die ebenfalls durch ein Coronavirus übertragene Atemwegserkrankung Sars waren damals in Festlandchina und Hongkong fast 650 Menschen gestorben.

Nach Angaben der Kommission wurden seit Freitag weitere 3.399 Fälle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus verzeichnet. Die Gesamtzahl der Krankheitsfälle in China wuchs damit auf mehr als 34.500. Hubei ist das Zentrum der Epidemie, von der dortigen Millionenmetropole Wuhan hatte der Erreger seinen Ausgang genommen.

Von China aus hat sich das Coronavirus in mehr als zwei Dutzend weitere Länder ausgebreitet. In Deutschland gibt es inzwischen 14 bestätigte Ansteckungsfälle.

In China starb indes ein infizierter US-Bürger, teilte ein Sprecher der US-Botschaft in Peking am Samstag mit. Das 60-jährige Opfer, bei dem die Atemwegserkrankung diagnostiziert worden sei, sei in einem Krankenhaus in Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei gestorben. Angaben zum Geschlecht machte der Sprecher nicht. Es handelt sich vermutlich um das erste ausländische Todesopfer nach Ausbruch der Epidemie in China. Das chinesische Außenministerium hatte die Zahl der erkrankten Ausländer am Donnerstag mit 19 angegeben.

Ebenfalls in einem Krankenhaus in Wuhan starb ein Japaner, der sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert hatte. Das japanische Außenministerium in Tokio teilte am Samstag mit, der etwa 60-jährige Mann sei mit einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht worden.

apa