Donnerstag, 05. März 2020

Coronavirus: Weitere Empfehlungen der Diözese

Auch die Diözese Bozen-Brixen reagiert auf die neue Verordnung der Regierung und stellt – zusätzlich zu den bereits bekannt gegebenen Vorsichtsmaßnahmen – Empfehlungen für die Gläubigen aus.

Die Diözese ließ verlauten, dass die Kirchen weiter offen bleiben.
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Die Diözese ließ verlauten, dass die Kirchen weiter offen bleiben. - Foto: © Thomas Ohnewein
Die Gläubigen sollten sich bei Gottesdiensten im Abstand von mindestens einem Meter aufhalten. Älteren Menschen und Menschen mit angeschlagenem Gesundheitszustand wird von der Diözesanleitung empfohlen, nicht an Gottesdiensten mit vielen Menschen teilzunehmen.

Solange die Schulen geschlossen bleiben, sollen auch Gruppentreffen von Kindern und Jugendlichen vermieden werden. Der Pastoralbesuch von Bischof Muser vom kommenden Wochenende ist ebenfalls auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

„Mit Sorge beobachten viele Menschen die weitere Ausbreitung der Krankheit Covid-19. Der Ministerpräsident hat eine Verordnung erlassen und es wird gebeten, diese zu befolgen. In Absprache mit den zuständigen Landesämtern ersuchen wir folgende Vorsichtsmaßnahmen bis zum 3. April 2020 zu beachten, um die Ausbreitung des Coronavirus möglichst einzuschränken“, schreiben Bischof Ivo Muser und Generalvikar am heutigen Donnerstag in einer amtlichen Mitteilung der Diözese Bozen-Brixen.

Kirchen bleiben offen, Gottesdienste finden statt

Im amtlichen Schreiben wird bestätigt, dass Kirchen und Kapellen in der Diözese Bozen-Brixen offen bleiben und alle Formen von Gottesdiensten weiterhin stattfinden.

Allen älteren Menschen sowie Menschen, die grippeähnliche Symptome haben oder deren Gesundheitszustand allgemein angeschlagen ist, wird empfohlen, nicht zu Gottesdiensten zu gehen, an denen voraussichtlich eine große Anzahl von Gläubigen teilnehmen wird und dafür den Gottesdienst über die Medien (Radio, z.B. www.rgw.it, oder Fernsehen) mitzufeiern.

Mindestabstand bei Gottesdiensten: 1 Meter

Um Ansteckungsrisiken zu vermeiden, sollen die Gläubigen bei den Gottesdiensten voneinander einen Abstand von einem Meter einhalten. Die Handkommunion ist der Mundkommunion vorzuziehen, auf die Kelchkommunion für die Gottesdienstteilnehmer ist zu verzichten.

Die Weihwasserbecken in den Kirchen sollen nicht mehr gefüllt werden. Schließlich soll direkter Körperkontakt vermieden werden, etwa das Reichen der Hand beim Friedensgruß oder beim Beileidwünschen anlässlich einer Beerdigung.

Kinder und Jugendliche, Katechese-Gruppen: Keine Treffen

Solange die Schulen geschlossen bleiben, sollen auch Gruppentreffen von Kindern und Jugendlichen vermieden werden, wie Gruppenstunden von Ministrantinnen und Ministranten, der Jungschar- und Jugendgruppen, der Katechese-Gruppen.

„Gleichzeitig rufen wir die Gläubigen auf, für jene zu beten, die erkrankt sind, für deren Verwandte, Pflegerinnen und Pfleger, für alle, die in den Krankenhäusern Dienst tun sowie für die Verantwortungsträger, die Entscheidungen zu treffen haben zum Schutz und zum Wohl der Menschen“, schließen Bischof Muser und Generalvikar Runggaldier ihr amtliches Schreiben.

7. und 8. März: Pastoralbesuch von Bischof Muser wird verschoben


An 4 Wochenenden im Februar und März ist Diözesanbischof Ivo Muser in der Seelsorgeeinheit Etschtal-Tschögglberg zu Besuch. Die nächsten Termine der Pastoralvisite wären für das kommende Wochenende (Samstag, 7. und Sonntag, 8. März) anberaumt gewesen und sind nun auf zunächst unbekannte Zeit verschoben worden. Die Ersatztermine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

stol