Samstag, 16. Mai 2020

Coronazeit: Die Jugend wird vergessen

Viel wird in diesen Tagen und Wochen über die Betreuung der Kinder diskutiert. Die Jugend wird schlichtweg vergessen. Im Beitrag der ORF-Sendung „Südtirol Heute“ kommen Verantwortliche und Jugendliche zu Wort.

Für Jugendliche ist diese Zeit alles andere als einfach.
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Für Jugendliche ist diese Zeit alles andere als einfach.
Die Teenager hängen - auch im Hinblick auf den Sommer - mindestens genauso in der Luft wie die Kinder. Es gibt viel weniger Sommerjobs, Praktika werden abgesagt und Kurse und Camps finden gar nicht, oder nur sehr reduziert statt. Für die Jugendlichen ist diese Zeit alles andere als einfach.

„Das Jugendalter ist eine sehr spezielle Durchgangsphase in der Entwicklung.“, so Jugendpsychologin Veronika Rottensteiner. Viele für diese Entwicklung wichtige Aspekte seien momentan auf Null gestellt.



„Unter diesen Bedingungen kann man im Sommer kaum etwas machen. Dass das ohne psychische Schäden vorbeigeht, kann ich mir nicht vorstellen.“, sagt Wolfram Nothdurfter, Geschäftsführer des Bozner Jugendzentrums „Papperlapapp“, dessen Tore vorerst noch geschlossen bleiben. Die 21-Jährige Franziska Seifert ist der Meinung, dass die Jugend in dieser Situation vernachlässigt wird. Viele Jugendprojekte werden beispielsweise im Sommer nicht stattfinden.

Die 16-jährige Anna Pedross versucht, auch Vorteile in dieser schwierigen Situation zu finden. „Alle meine Freunde sind jetzt hier, niemand geht auf Reisen und man kann den Sommer einfach mal hier in Südtirol genießen.“

stol

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