Mittwoch, 10. Mai 2017

„Costa Concordia“: Entscheidung am Freitag

Mehr als fünf Jahre nach der Havarie der „Costa Concordia“ mit 32 Toten soll am Freitag im Strafverfahren gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffs die Entscheidung des Höchstgerichts ergehen.

Am Freitag entscheidet sich, ob Francesco Schettino nun ins Gefängnis muss - oder doch nicht.
Am Freitag entscheidet sich, ob Francesco Schettino nun ins Gefängnis muss - oder doch nicht. - Foto: © LaPresse

Francesco Schettino wurde zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Das Kassationsgericht könnte das Urteil bestätigen oder den Fall wegen Verfahrensmängeln an ein Berufungsgericht zurückverweisen.

Schettino hatte die „Costa Concordia“ im Jänner 2012 zu nahe an die Insel Giglio gesteuert, woraufhin der Kreuzfahrtriese teilweise sank. An Bord des Schiffes befanden sich 4.200 Menschen. Schettino hatte damals als einer der ersten das Schiff verlassen und war als „Kapitän Feigling“ verspottet worden. Er selbst behauptete, in ein Rettungsboot gerutscht zu sein.

Bei eine Verhandlung am Kassationsgericht in Rom am 20. April hatte die Staatsanwaltschaft eine strengere Strafe für den 56-jährigen Schettino gefordert. Dieser war in erster und zweiter Instanz zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Diese Strafe sei zu niedrig, befand Anklagevertreter Francesco Salzano, der einen neuen Prozess gegen Angeklagten verlangt.

Schettino befindet sich auf freiem Fuß. Sollte die Haftstrafe bestätigt werden, muss er ins Gefängnis.

apa

stol