Donnerstag, 22. Januar 2015

Costa Concordia: Schlussplädoyer der Staatsanwaltschaft

Im Prozess um die Havarie der Costa Concordia in Grosseto haben am Donnerstag die Plädoyers begonnen. Der Schlussvortrag der Staatsanwälte wird voraussichtlich zwei Tage lang dauern.

Costa Concordia - Archivbild
Costa Concordia - Archivbild - Foto: © APA/AP

Die Strafforderung für den angeklagten Kapitän Francesco Schettino wird voraussichtlich am Freitag bekannt gegeben. Schettino war am Donnerstag nicht bei der Verhandlung anwesend.

Der Prozess gegen den 54-Jährigen, dem unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung und Körperverletzung vorgeworfen werden, hatte im Juli 2013 begonnen. Beim Costa-Concordia-Unglück waren im Jänner 2012 vor der Insel Giglio 32 Menschen gestorben.

Nach dem zweitägigen Plädoyer der Staatsanwälte werden die 39 Anwälte der Nebenkläger ihre Entschädigungsforderungen an Schettino und an den Schiffsbetreiber Costa Crociere einreichen. Danach wird sich die Verteidigung Schettinos äußern, bevor im Februar ein Urteil ergehen soll.

Costa Crociere teilte vor Gericht mit, dass etwa 84 Millionen Euro Entschädigung an die Überlebenden des Schiffbruchs und an Familien der Todesopfer gezahlt worden seien.

Die Gesellschaft habe die Forderungen von 85 Prozent der Menschen an Bord des Schiffes, Crew inbegriffen, erfüllt. Die Hinterbliebenen eines deutschen Todesopfers reichten eine Entschädigungsforderung direkt an Carnival, Costa Crocieres Mutterkonzern in den USA, ein.

apa

stol