Wegen rauer See und starkem Wind mussten die Arbeiten unterbrochen werden. Wegen der schwierigen Wetterlage kann man schwer sagen, wann das Abpumpen beginnen kann. Wettervorhersagen geben wenig Anlass zu Optimismus. Meteorologen rechnen am Donnerstag mit einer weiteren Verschlechterung der Wetterlage. 24 Stunden Vorbereitungen sind notwendig, bevor die Experten mit dem Abpumpen beginnen können.Die Suchaktionen im Inneren des Schiffs wurden aus Sorge um die Sicherheit der Taucher am Mittwoch für beendet erklärt. Bisher wurden 17 Tote aus dem am 13. Jänner vor der Toskana-Insel Giglio havarierten Schiff geborgen.Die Staatsanwälte der toskanischen Stadt Grosseto befragten am Mittwoch eine junge Frau aus Moldawien, die laut Medienberichten als wichtige Zeugin des Kreuzfahrtunglücks in Italien gilt. Die Frau hätte angegeben, sie sei mit Schettino zusammen gewesen, als das Kreuzfahrtschiff vor der Insel Giglio einen Felsen rammte.Die 25-Jährige sei auch auf der Kommandobrücke des Schiffes gewesen. Laut italienischen Medien war die Frau als Gast des Kapitäns an Bord gewesen. Die Reederei „Costa Crociere“ entgegnete, dass die Moldawierin keine blinde Passagierin gewesen, sondern auf der Passagierliste gestanden sei. Die Frau sagte, sie habe für die Costa-Reederei auf anderen Schiffen gearbeitet und habe an Bord der „Concordia“ ihren 25. Geburtstag feiern wollen.Dass sich eine Frau kurz vor der Havarie auf der Kommandobrücke befand, bestätigte auch Bordoffizier Manrico Giampedroni, der 36 Stunden nach dem Unglück mit gebrochenem Bein aus dem Wrack geborgen wurde. Der 56-Jährige wurde am Mittwoch aus dem Spital entlassen, in dem er wegen des Beinbruchs behandelt worden war.„Für mich ist heute ein toller Tag. Die Rettungsmannschaften waren wunderbar. Sie haben mich in drei Stunden aus dem Schiff geholt. Als ich die Retter gesehen habe, habe ich sie umarmt. Ich habe lang mit einem Topf an die Wand geklopft in der Hoffnung, jemand würde mich hören“, berichtete der Bordoffizier.