Montag, 10. August 2020

Covid-19: Primar Marc Kaufmann appelliert an die Eigenverantwortung

„Wir müssen verhindern, dass wir die Kontrolle über den Verlauf der Pandemie in Südtirol verlieren. Und dass geht nur, wenn jeder einzelne Verantwortung übernimmt und diszipliniert ist“, sagt Dr. Marc Kaufmann, Primar der Rettungs- und Notfallmedizin, am Montag im „Dolomiten“-Interview.

Primar Marc Kaufmann appelliert an die Eigenverantwortung.
Badge Local
Primar Marc Kaufmann appelliert an die Eigenverantwortung.
„D“: In der 2. Augusthälfte ist das nächste Treffen der Expertenkommission angesetzt. Worum wird es dabei vordergründig gehen?

Dr. Kaufmann: Wir werden unsere aktuelle Situation in Südtirol erläutern und mit der Covid-19-Lage in Mitteleuropa abgleichen sowie den kontinuierlichen Anstieg der Infektionszahlen im Detail besprechen.

„D“: Wird auch diskutiert werden, ob die derzeitigen Präventionsmaßnahmen ausreichen?

Dr. Kaufmann: Es wird sicher auch darüber befunden werden, ob die Maßnahmen ausreichen oder ob es eine Ausweitung braucht. Aber die zentrale Kernaussage ist die, dass jeder einzelne Verantwortung übernehmen muss, für sich selbst und den Rest der Gesellschaft.

„D“: Wie könnte die Ausweitung der Maßnahmen ausschauen?

Dr. Kaufmann: Beispielsweise die Verschärfung der Maskenpflicht und der Abstandsregelung.

„D“: Am 7. September ist Schulanfang. Steigt das Risiko?


Dr. Kaufmann: Schulen haben sicher ein gewisses Potenzial, die Infektion weiter zu verbreiten und in die Familien zu tragen. Deswegen ist eine gute Vorbereitung, ein engmaschiges Monitoring und eine klare Strategie von großer Bedeutung.

Interview: Luise Malfertheiner

Bereits am 17. Juli wies Primar Marc Kaufmann im STOL-Interview darauf hin, wie wichtig der Beitrag eines jeden einzelnen im Kampf gegen eine eventuelle 2. Welle sei.

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen






lu