Donnerstag, 26. März 2020

Covid-19-Situation in Südtirol: 53 Tote, 910 Infizierte, 51 auf Intensivstation

Die Kurve steigt weiter nach oben. 910 Coronavirus-Infizierte, 51 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen, 3215 Personen in häuslicher Isolation: Diese und weitere aktualisierte Zahlen teilt der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit.

677 Abstriche wurden von Mittwoch bis  Donnerstag ausgewertet, 74 davon waren positiv.
Badge Local
677 Abstriche wurden von Mittwoch bis Donnerstag ausgewertet, 74 davon waren positiv.
Wieder hat das Labor für Mikrobiologie und Virologie des Südtiroler Sanitätsbetriebes hunderte von Abstrichen ausgewertet. Seit Mittwoch bis zum heutigen Donnerstagmorgen waren es 677. Davon waren 74 positiv.

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten ist damit in Südtirol auf 910 gestiegen. Insgesamt wurden bisher vom Südtiroler Sanitätsbetrieb 7744 Abstriche untersucht, die von 4895 Personen stammten.

Die Anzahl der auf den normalen Abteilungen der Krankenhäuser des Südtiroler Sanitätsbezirkes versorgten Covid-19-Patientinnen und Patienten beträgt nun 222. Weitere 59 Personen sind ebenfalls dort untergebracht und gelten als Verdachtsfälle.

51 Patienten werden intensivmedizinisch betreut

Intensivbetreuung benötigen 51 Patientinnen und Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind.

Die Zahl der gestorbenen Personen, bei denen eine Infektion mit dem neuen Coronavirus festgestellt worden war, beträgt nun 53 und stieg somit seit Mittwoch um 8.

In amtlich verordneter Quarantäne befinden sich 3215 Bürgerinnen und Bürger.

Die Zahl der mit dem neuartigem Coronavirus infizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Südtiroler Sanitätsbetriebes beläuft sich nun auf 127.

Geheilte

Die Anzahl der geheilten Covid-19-Patienten ist angestiegen, und zwar um 5 Personen. Insgesamt gelten in Südtirol nun 50 Personen als geheilt.

Schnelltest kein Ersatz für Molekulartest im Labor

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb unterstreicht, dass Corona-Schnelltests, die verstärkt von privaten Anbietern genutzt werden und mit denen Antikörper und Antigene festgestellt werden, kein Ersatz für einen im Labor durchgeführten Molekulartest sind.

Diese Schnelltests beinhalten das Risiko eines falschen positiven oder negativen Ergebnisses. Ein falscher negativer Test kann den Betroffenen Sicherheit suggerieren und damit zur Verbreitung des Virus beitragen.

Ein falscher positiver Test kann bei den Betroffenen unnötig Ängste und Befürchtungen schüren.

Weder die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) erkennen diese Schnelltests als Alternative zum molekularen Labortest an.

Ein Labortest ist nach wie der einzige gültige und anerkannte Weg zur Feststellung einer aktiven Infektion mit dem neuartigem Coronavirus.

Trotzdem wird derzeit vom Südtiroler Sanitätsbetrieb überprüft, ob diese Antikörper- und Antigene-Tests unterstützend und flankierend zu den Labortests eingesetzt werden können.


Die Zahlen in Kürze

Untersuchte Abstriche seit Mittwoch bis Donnerstag früh: 677

Positiv getestete Abstriche bis Donnerstag früh: 74

Gesamtzahl der untersuchten Abstriche: 7744

Gesamtzahl der getesteten Personen: 4895

Gesamtzahl mit neuartigem Coronavirus infizierte Personen: 910

Auf Normalstationen untergebrachte Covid-19-Patienten: 222

Covid-19 Patienten in Intensivbetreuung: 51

Als Verdachtsfälle Aufgenommene: 59

Todesfälle seit Mittwoch bis Donnerstag früh: 8

Todesfälle insgesamt: 53

Personen in verordneter Quarantäne: 3215

Geheilte insgesamt: 50

Positiv getestete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Sanitätsbetriebes: 127

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

lpa/stol