Der erste Patient, ein 15-Jähriger aus dem Krankenhaus in Bern, soll per Hubschrauber nach Mailand gebracht, sofern es die Wetterbedingungen zulassen. Dichter Nebel erschwere derzeit den Alpenüberflug. <BR /><BR />Im Laufe des Nachmittags sollen - ebenfalls wetterabhängig - drei weitere 15-jährige Jugendliche folgen, zwei aus dem Krankenhaus Lausanne und einer aus dem Krankenhaus Genf. <BR /><BR />Damit würden bis zum Abend insgesamt sieben verletzte junge Menschen aus Crans-Montana im Niguarda-Krankenhaus behandelt, einschließlich der drei Patienten, die bereits dort aufgenommen wurden.<h3> Sechs weitere italienische Verletzte befinden sich in Schweizer Kliniken</h3>Weitere sechs italienische Verletzte befinden sich nach Angaben Bertolasos weiterhin in Schweizer Kliniken, vor allem in Bern und Zürich. <BR /><BR />Sie seien wegen schwerster Verbrennungen derzeit nicht transportfähig. „Sobald die behandelnden Ärzte in der Schweiz grünes Licht geben, werden wir sie umgehend übernehmen“, sagte Bertolaso. Zwei der Betroffenen könnten bisher nicht identifiziert werden, da sie intubiert seien und sich in lebensbedrohlichem Zustand befänden.<BR /><BR />Im Niguarda-Krankenhaus wurde am Freitagmorgen einer der bereits aufgenommenen Patienten operiert. Der Eingriff sei erfolgreich verlaufen, teilte der Leiter des Brandverletztenzentrums, Franz Wilhelm Baruffaldi Preis, mit. Der Patient befinde sich nun wieder auf der Intensivstation, weitere Operationen seien in den kommenden Tagen geplant, um Gewebe zu entfernen und Infektionen zu vermeiden.<BR /><BR />Am Freitagnachmittag sollen die Ärzte zudem eine 29-jährige Frau an der Hand operieren. Sie wird derzeit noch beatmet, leidet jedoch laut der Klinik an begrenzten Verbrennungen. Der dritte bereits eingelieferte Patient, sei der am wenigsten schwer Verletzte und müsse voraussichtlich nicht operiert werden. Die medizinische Versorgung werde auch am Wochenende fortgesetzt, hieß es.<h3> Tajani in der Schweiz eingetroffen</h3>Italiens Außenminister Antonio Tajani ist inzwischen in Crans Montana eingetroffen. „Die Ermittlungen sind im Gange. Es hat bereits Dutzende Vernehmungen gegeben, mit dem Ziel, die Verantwortung für den Brand in dem Lokal in Crans-Montana zu klären“, so Tajani gegenüber Journalisten vor Ort. Er betonte, die Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden sei „sehr positiv“. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1256772_image" /></div> <BR /><BR />Mit Blick auf die mögliche Ursache der Tragödie unterstrich Tajani zudem: „Der Einsatz von Feuerwerkskörpern in dem Lokal, auch wenn sie noch so klein sind, erscheint mir keine verantwortungsvolle Entscheidung“.