Das Ehepaar hatte sich am Dienstag in einer Erklärung zur „vollständigen Zusammenarbeit“ mit den Ermittlungsbehörden bereit erklärt. „Wir werden in keiner Weise versuchen, uns diesen Dingen zu entziehen“, erklärten die beiden. Sie seien „am Boden zerstört und voller Trauer“.<BR />Gedenktag am Freitag<BR /><BR />Ebenfalls am Freitag gedenkt die Schweiz mit einem nationalen Trauertag der 40 Toten und vielen Verletzten der Brandkatastrophe. Der Tag sei der Erinnerung an die Todesopfer, der Solidarität mit den Verletzten und der Verbundenheit mit allen Betroffenen gewidmet, hieß es seitens der Behörden. Die ganze Schweiz sei aufgefordert, um 14.00 Uhr innezuhalten.<BR /><BR />Bei der offiziellen Zeremonie im Kanton Wallis werden mehr als 1.000 Gäste erwartet. Etwa 30 Staaten kündigten ihre Teilnahme an, darunter Italien mit Präsident Sergio Mattarella und Frankreich mit Staatspräsident Emmanuel Macron.<h3> Ermittlungsverfahren auch in Rom</h3>Aufgrund des Verdachts der Brandstiftung und fahrlässigen Tötung eröffnete auch die Staatsanwaltschaft Rom ein Ermittlungsverfahren zum Brand in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag laut der italienischen Nachrichtenagentur askanews mit. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/6-junge-leben-ausgeloescht-italien-trauert-um-opfer-von-crans-montana" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Bei der Brandkatastrophe waren auch sechs italienische Jugendliche ums Leben gekommen.</a><BR /><BR />Zuvor hatte bereits die Staatsanwaltschaft der belgischen Provinz Wallonisch-Brabant ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Eine Schülerin der sechsten Klasse einer Schule in Rixensart war bei dem Brand ums Leben gekommen. Am Montag hatte auch die Pariser Staatsanwaltschaft eine Untersuchung der Brandkatastrophe von Crans-Montana eingeleitet. <BR /><BR />Das Außenministerium in Paris hatte neun tote französische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bestätigt, darunter mehrere Minderjährige.<h3> Silvesternacht endete im Inferno</h3>Das Feuer war in der Silvesternacht in der Bar „Le Constellation“ im Skiort Crans-Montana ausgebrochen, als dort zahlreiche junge Menschen ins neue Jahr feierten. 40 Menschen kamen ums Leben, darunter viele Jugendliche. Das jüngste Todesopfer war erst 14 Jahre alt. 116 weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen erlitten schwere Verbrennungen.<BR /><BR />Den Ermittlern zufolge wurde der Brand im Keller der Bar offenbar durch Sprühkerzen ausgelöst, die an Sektflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, ob die Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke den Brandschutzvorschriften entsprach. Am Dienstag hatte die Gemeinde Crans-Montana eingeräumt, dass es seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar gegeben hatte.