Die Beträge reichen von umgerechnet rund 18.000 Euro bis zu etwa 75.000 Euro. In den Schreiben ist jedoch vermerkt, dass die Rechnungen nicht bezahlt werden müssen. Nach Angaben der kantonalen Gesundheitsbehörden handelt es sich um einen Verwaltungsfehler. Die medizinischen Leistungen würden vollständig vom Kanton Wallis und gegebenenfalls von der Schweizerischen Eidgenossenschaft übernommen, für die Familien entstünden keine Kosten. Auch der italienische Staat werde nicht belastet.<h3> 75.000 Euro für 15-stündigen Spitalaufenthalt</h3>Italienische Medien berichteten vom Fall eines jungen römischen Verletzten. Für einen 15-stündigen Spitalaufenthalt sei der Familie eine Rechnung in Höhe von 75.000 Euro zugeschickt worden. In einer diplomatischen Abstimmung bestätigte der Präsident des Kantons Wallis, Mathias Reynard, gegenüber dem italienischen Botschafter in Bern, Gian Lorenzo Cornado, dass die Kosten vollständig übernommen würden. Beide Seiten wollen die Angelegenheit bei einem Treffen in Martigny endgültig klären.<BR /><BR />Der Vorfall sorgte dennoch für Kritik. Der Anwalt der Familien, Domenico Radice, sprach von einer „unangebrachten“ Aktion des Spitals. Grundsätzlich müssten die Behandlungskosten von den Schweizer Behörden getragen werden, insbesondere angesichts möglicher öffentlicher Verantwortung im Zusammenhang mit der Tragödie, bei der 41 Menschen starben und 115 verletzt wurden, darunter mehrere Italiener.<BR /><BR />Der Fall beschäftigt auch die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni. „Ich bin schockiert über die Nachricht der Rechnungen in Höhe von Zehntausenden Euro, die ein Schweizer Krankenhaus an die Familien von einigen bei dem Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana betroffenen Jugendlichen geschickt hat. Ein Krankenhaus in Sion hat sogar über 70.000 Euro für nur wenige Stunden Krankenhausaufenthalt verlangt. Eine Beleidigung, ebenso wie ein Hohn, den nur eine unmenschliche Bürokratie hervorbringen kann.“