Der Papst bezeichnete den Brand als „Katastrophe von extremer Gewalt“. „Ich bin sehr bewegt, Sie zu treffen“, sagte der Pontifex, an die Angehörigen der Opfer gewandt, in seiner Ansprache. Dabei äußerte er den Wunsch, den Eltern der sechs Jugendlichen in einem Moment der schweren Prüfung Beistand zu leisten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1261905_image" /></div> <h3> Papst wollte „Moment des Schmerzes“ teilen</h3>„Ich wollte die Gelegenheit haben, diesen Moment des Schmerzes und der Trauer mit Ihnen zu teilen“, erklärte der Papst. Er habe sofort zugestimmt, als er von der Bitte um eine Audienz erfuhr. „Eine Ihrer liebsten und wichtigsten Personen hat ihr Leben bei einer Katastrophe von extremer Gewalt verloren oder liegt nach einem schweren Brand, der die ganze Welt erschüttert hat, über einen längeren Zeitraum im Krankenhaus, mit Verletzungen, die den Körper entstellt haben“, sagte Leo XIV. an die versammelten Angehörigen gerichtet.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1261908_image" /></div> <BR /><BR />Der Papst betonte, dass das Unglück „im unerwartetsten Moment“ geschehen sei, an einem Tag, an dem alle Freude und Feierlichkeiten zum Austausch von Glückwünschen erlebt hätten. Angesichts dieser Ereignisse stellte er die Frage nach dem Sinn und der Hoffnung: „Was kann man in einer solchen Situation sagen? Wie kann man solchen Ereignissen einen Sinn geben? Wo findet man Trost, der der Tiefe Ihres Schmerzes entspricht und der nicht aus leeren, oberflächlichen Worten besteht, sondern das Herz berührt und neue Hoffnung weckt?“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1261911_image" /></div> <BR /><BR />„Ich kann Ihnen, liebe Brüder und Schwestern, nicht erklären, warum es Ihnen und Ihren Angehörigen zugemutet wurde, eine solche Prüfung zu bestehen. Die menschliche Zuneigung und die Worte des Mitgefühls, die ich Ihnen heute entgegenbringe, erscheinen mir sehr begrenzt und machtlos“, so der Papst.<h3> Zwei Personen noch in Lebensgefahr</h3>Bei den sechs Toten des Brandes handelt es sich um vier Burschen und zwei Mädchen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren. Zwölf verletzte Italiener werden derzeit im Mailänder Krankenhaus „Niguarda“ wegen der schweren Brandwunden behandelt, die sie sich in Crans-Montana zugezogen haben. Zwei von ihnen sind noch in Lebensgefahr, wie die lombardischen Gesundheitsbehörden mitteilten. Die Angehörigen der Opfer wurden nach dem Treffen mit dem Papst auch vom italienischen Justizminister Carlo Nordio empfangen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1261914_image" /></div> <BR /><BR />Die italienische Regierung erklärte bereits, als Zivilkläger bei einem Prozess im Zusammenhang mit dem Brand teilnehmen zu wollen. Außenminister Antonio Tajani forderte von den Schweizer Justizbehörden tiefgreifende Ermittlungen und Klarheit zu den Ursachen des Brandes.